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| Hypolauf Aschaffenburg - DER Stadtlaufklassiker in der Region | 12.05.12 |
Es ist Freitag abend, es ist Sommer, es ist dunkel, der Asphalt nass vom anhaltenden Regen. Menschen stehen lieber klatschnass am Straßenrand als in der gemütlichen Wohnstube oder der Kneipe an der Ecke das Wochenende einzuläuten. Auf welch' Szenario mag diese Beschreibung wohl passen? Natürlich, und das ist mittlerweile über die Region hinaus Gewissheit, handelt es sich um den Aschaffenburger Hypolauf. Ein Stadtlauf, vielmehr noch, ein Klassiker unter den regionalen Volksläufen. 5 Runden, 7,9 km in der Summe durch die Aschaffenburger Altstadt, Stimmung ohne Ende und das bei jedem Wetter, mag es noch so schlecht sein. So knallhart die Fakten sind, so knallhart ist der Lauf selbst. Gepeitscht von der knisternden Stimmung entlang der Strecke, die zusätzlich vom Macher und Sprecher Günter Guderley angeheizt wird, läuft man bereits nach der ersten Runde "am Anschlag". Die Strecke ist nicht ganz einfach zu laufen, viele, teils enge Kurven, Kopfsteinpflaster, das Ganze auch noch leicht profiliert. Dennoch, die Anziehungskraft des Events auf die Läufer ist ungemein groß, über 2.000 Teilnehmer stellten sich in den verschiedenen, nach Leistungsklassen geordneten Läufen der Herausforderung.
Und so stand auch ich natürlich gestern abend wieder am Start des Hypolaufes, es sollte meine mittlerweile fünfte Teilnahme werden. Eigentlich war es wie schon so oft, nach dem Warmlaufen war man bereits klatschnass vom Regen, der immerhin die Läufer nicht wirklich stört. Nass und heiß auf den baldigen Start. Eins ist schon vor dem Start klar, es wird der ultimative Härtetest für den Adidas Adios sein. Es kam quasi gar kein anderer Schuh für diese nassen, teils rutschigen Bedingungen in Frage. Die Frage nur, wie würde er sich schlagen?
20:47 Uhr, gerade sind die Elite-Frauen gestartet, 3 Minuten vor uns Läufern aus dem A-Lauf. Ob wir wohl die eine oder andere Frau würden einholen können?
20:50 Uhr, es geht los. Knallhartes Tempo gleich zu Beginn. Nur nicht stürzen, möglichst gut durch die erste Kurve am Schloss kommen und dann eine gute Position erkämpfen. Hier ist nicht viel mit Taktieren, orientieren an bekannten, möglichst gleich starken Läufern ist angesagt. Ich fand schnell eine gute Gruppe, gemeinsam mit Tobias Hegmann, Felix Alfen und Sven Perleth führten wir eine recht große Verfolgergruppe der Topathleten an. Das ging drei Runden lang gut, danach viel es mir zunehmend schwerer, das Tempo zu halten. Gegen Ende der vierten Runde musste ich dann abreißen lassen. Die fünfte Runde wurde zur Qual, ich musste noch einige Läufer ziehen lassen, jeder Versuch, mich an irgendwelche Fersen zu heften, mislang gründlich.
Im Ziel war ich schließlich 25. Die Zeit, 25:47 Minuten ist gar nicht mal so schlecht, dennoch hab ich mir schon etwas mehr erhofft. Woran es lag kann ich nur vermuten, aber das spielt auch gar keine Rolle. Die Form ist trotzdem gut, ab und zu gibt es eben solche Wettkämpfe, die man am besten einfach möglichst schnell abhakt. Dennoch werde ich sicher auch 2013, sollte ich verletzungsfrei bleiben, beim Hypolauf wieder an der Startlinie stehen, natürlich wieder mit der gnadenlosen Bereitschaft, meinen Körper aufs äußerste zu quälen.
Doch jetzt geht der Blick erst mal in Richtung Schweiz; zwei Wochen sportlich-aktiver Urlaub (manche nennen das wohl Trainingslager) in Davos stehen auf dem Programm. Mal sehen wie mir die Schweizer Luft so bekommt, ich freue mich jedenfalls darauf!
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| Hermannslauf - Meine Premiere beim Kultklassiker in Ostwestfalen | 30.04.12 |
7.000 Startplätze, nach vier Tagen ausverkauft, schon alleine diese Fakten lassen die besondere Stellung des Hermannslaufes in der Region Ostwestfalen erahnen. Tatsächlich handelt es sich bei der Punkt-zu-Punkt Strecke vom Hermannsdenkmal in Detmold entlang des nörlichen Teutoburger Waldes bis zum Fuße der Sparrenburg in Bielefeld um eine einzigartige Veranstaltung mit ganz besonderem, eigenem Charme. Die anspruchsvolle Strecke ist trotz der Länge von knapp 31 km recht kurzweilig, man hat mit Wald-, Sand- und Asphaltboden sowie einer Kopfsteinpflasterpassage quasi ständig wechselnden Untergrund. Absolutes Highlight sind die Zuschauerspaliere vor allem in Oerlinghausen, aber auch beim Zieleinlauf auf der Chaussee vor der Sparrenburg. Die dadurch kreierte Atmosphäre ist dermaßen dicht, und wird von jedem Teilnehmer so intensiv erlebt, dass es einfach unter die Haut geht, und den Lauf zu einem "Must-Have" in jeder Läufer-Vita macht. Kurze knackige, sowie lange Bergauf- und Bergabpassagen machen den "Hermann" zwar zu alles Anderem als einem leichten Lauf, tragen aber ebenso dazu bei, dass das Event lange in Erinnerung bleibt.
Nachdem ich letztes Jahr noch verletzungbedingt absagen musste, war es nun endlich an der Zeit, mich dem Hermann zu stellen. Gemeinsam mit Kirsten, Anja und Björn Kuttich (Diethelm stieß Samstag dann zu uns) fuhr ich bereits am Freitag nach Detmold, wo uns Bekannte nicht nur eine Ferienwohnung besorgt hatten, sondern uns darüber hinaus auch das ganze Wochenende lang fürstlich versorgt und betreut hatten. Allein das Ganze "Drumherum" war schon die Reise wert gewesen. Ich war zum ersten Mal überhaupt in Ostwestfalen und bin wieder einmal überrascht worden, was es doch für schöne Landstriche in Deutschland gibt.
Nach zwei tollen Tagen mit Sightseeing und Stadtbummel bei Kasierwetter, Essen satt, "lockeren" Läufchen und einem Dokufilm über den Transalpine Run 2009 wurde es dann am Sonntag schließlich ernst. Nach ausgiebigem Frühstück begaben wir uns zum Start am Hermannsdenkmal in Detmold. Der Start um 11 Uhr war für meine Verhältnisse etwas spät, dafür war das Wetter nahezu ideal zum Laufen, die befürchtete Hitzeschlacht blieb aus. Die ersten 5 Kilometer sind zum Einrollen gedacht, es geht nach einer weitläufigen Umrundung des Hermannsdenkmals unmittelbar nach dem Start fast ausschließlich bergab. Ich konnte mich recht weit vorne im Feld etablieren. Die ersten drei waren zu stark für mich, also ließ ich sie ziehen und lief lange Zeit auf Rang fünf, konnte mich aber nach etwa 12 Kilometern auf Platz vier vorkämpfen. Das Tempo war sehr gut zu laufen, ich hatte stets das Gefühl noch eine kleine Schippe zulegen zu können. Die recht steile Kopfsteinpflasterpassage in Oerlinghausen konnte man, am Rand laufend, umgehen. Was einen daraufhin unten im Ort erwartete, war nahezu unbeschreiblich. Dich gedrängt standen die Zuschauer dort und sorgten für eine dermaßene Stimmung, dass man augenblicklich eine Gänsehaut bekam. Noch immer lag ich auf Position vier, und auch das Tempo war augenscheinlich prima. Dann kam die erste Treppenpassage, die ich noch recht gut erklimmen konnte.
Danach allerdings holte der "Hammermann" weit aus und traf mich mit voller Wucht. Es ging innerhalb von einem Kilometer fast gar nichts mehr. Der Hungerast lag vermutlich an dem späten Start und meinem Versäumnis, während dem Lauf Kohlenhydrate nachzutanken. Ich schleppte mich die zweite Treppenpassage hoch, und es kam, wie es kommen musste: ich wurde auf dem letzten Teilstück nun nach und nach überholt. Den Zieleinlauf auf der abschüssigen Chaussee konnte ich gar nicht richtig genießen, meine Beine zitterten so, dass ich regelrecht ins Ziel taumelte. Dort ging es mir allerdings nach einigen Apfelschnitzen, Bananenstücken und süßem Tee recht schnell wieder einigermaßen gut. Schade, an dem Tag wäre etwas mehr drin gewesen als der 13. Platz, den ich schließlich in 1:58:21 h belegte. Trotzdem bin zufrieden mit meiner Premiere, das war sicherlich nicht mein letzter Hermann...
Auch Familie Kuttich kam gut durch den Wettkampf, sowohl Anja als auch Diethelm und Björn konnten ihre Zeiten aus dem Vorjahr teilweise deutlich unterbieten.
Wir aßen anschließend noch bei unseren Bekannten in gemütlicher Runde zu Abend, bevor wir müde aber zufrieden die Heimreise antraten.
Damit ist nun auch April als erfolgreicher Wettkampfmonat verbucht, und es steht der Mai mit einem weiteren Highlight, dem Hypolauf an. Hoffentlich bleibe ich weiterhin verletzungsfrei, dann gelingt es mir vielleicht, die Form im Hinblick auf den Brüder-Grimm-Lauf noch etwas auszubauen.
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| Osterlauf Jügesheim | 10.04.12 |
25 km Wettkämpfe werden heutzutage selten angeboten. Mit dem Marathonboom Ende des letzten Jahrtausends haben viele Veranstalter "reagiert", und aus dem damals klassischen 25er einen Halbmarathon gemacht. Eignet sich "besser" für die Marathonvorbereitung. Oder zur Hochrechnung auf die Marathonzeit. Angeblich.
In Hessen werden aktuell neben dem Osterlauf in Jügesheim nur noch zwei weitere Rennen in Seligenstadt und in Eschollbrücken angeboten, und die liegen terminlich auch meist alle sehr eng beieinander. Da bei mir die anderen beiden 25er nicht in den Terminkalender gepasst haben, war ich froh, dieses Jahr den 25er in Jügesheim in Angriff nehmen zu können.
Mit der Zeit aus Seligenstadt vor Wochenfrist im Rücken war ich obendrein guter Dinge, dass es locker für eine neue Bestzeit reichen sollte. Zwar hatte ich zu Anfang der Woche mit einer leichten Erkältung zu kämpfen, aber seit letzten Donnerstag fühlte ich mich eigentlich schon wieder richtig fit, und so stand dann der Entschluss für einen Start in Jügesheim dann auch fest.
Leider hatten wir am Ostermontag nicht das schöne Wetter vom Vortag. Als ich um kurz vor 9 Uhr vor Ort aus dem Auto stieg, war es nasskalt, richtig ungemütlich. Ich hatte mich beim Blick auf die Voranmeldeliste auf ein einsames Rennen eingestellt, und mir die Strecke in 5 x 5 km zerteilt. Das einsame Rennen wurde es dann leider auch, und so richtig rund lief es von Anfang an nicht. Das Tempo war ganz ok, zwar etwas langsamer als ich mir vorgestellt hatte, aber immer stets noch auf Bestzeitkurs. Die ersten drei 5er-Abschnitte gingen gefühlt recht zügig über die Bühne, auf den letzten 10 km merkte ich dann aber doch allmählich, dass mir die Kraft ausging. Das Tempo wurde langsamer und ich war irgendwie auch nicht mehr gewillt, gegen die zunehmende Müdigkeit anzukämpfen. Vermutlich war es nicht die beste Idee, an diesem Tag einen langen Wettkampf zu laufen, aber für die Erkenntnis war es ja nun etwas zu spät. So stiefelte ich das Ding also zu Ende, und neben dem Sieg kam dann trotzdem mit 1:28:03 h noch eine neue Bestzeit heraus, zudem die Erkenntnis, dass Erkältungen doch länger noch in den Knochen stecken, auch wenn man sich schon wieder fit fühlt.
Alles in Allem gibt es also keinen Grund zu meckern. Ich bin trotzdem froh, dass nun wieder zwei wettkampffreie Wochen vor mir liegen. Kommendes Wochenende werde ich bei den Deutschen Halbmarathonmeisterschaften in Griesheim zuschauen, der nächste Wettkampf wird dann Ende des Monats der Hermannslauf sein.
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| Mainuferlauf Seligenstadt & PfunRun Pfungstadt | 02.04.12 |
Lange habe ich drüber nachgedacht, ob ich mir das wohl zumuten könnte, und mich letztlich doch dafür entschieden. Die Rede ist von einem Doppelstart am 1. April, und nein, es war auch kein Aprilscherz... Der Grund ist einfach. In Seligenstadt wollte ich auf bekannt schneller, vermessener Strecke meine Leistungsfähigkeit über 10 km testen. Andererseits benötigte ich jedoch für die Cross-Trophy Cup-Wertung noch den letzten Lauf, den Brauereicross in Pfungstadt, der just am selben Tag statt fand. Der Blick auf die jeweiligen Startzeiten offenbarte die Möglichkeit des Doppelstarts, und so kam ich ins Grübeln. Schließlich entschloss ich mich dazu, bei beiden Läufen an den Start zu gehen, wohl wissend, dass ich in Pfungstadt nicht mehr "voll" laufen müsste, um die Cup-Wertung zu gewinnen.
So stand ich dann also zunächst am Start des Wasserlaufes (besser bekannt als Mainuferlauf) in Seligenstadt. Der Lauf, ein Klassiker in der mittlerweile 33. Auflage, ist bekannt für sein schnelles Geläuf. Sowohl die mittlerweile selten angebotene 25 km Distanz als auch der 10er verlaufen nahezu komplett am Mainufer entlang. Flache, asphaltierte Wendepunktstrecken, die als einzigen "Kritikpunkt" eine gewisse Windanfälligkeit haben, bekommen die diesmal knapp 900 Teilnehmer über alle Läufe geboten.
Die Bedingungen waren dieses Jahr perfekt, sonnig, kühl, und nahezu windstill wurden wir um 9:20 Uhr auf die Strecke geschickt, 5 Minuten später als die 25 km Läufer, aber clevererweise in entgegengesetzter Richtung, so dass man sich auf den schmalen Wegen nicht in die Quere kommt.
Ich lief dieses Mal mit Uhr, geplant war ein möglichst gleichmäßiges Tempo über die komplette Distanz zu halten. Ich fand ziemlich schnell meine Pace und war alsbald alleine unterwegs. 3:15 - 3:17 min/km hielt ich konstant bis zum Wendepunkt, den ich nach 16:20 erreichte. Das heute "richtig was gehen" könnte, merkte ich zwar schnell, aber der Blick auf die Uhr am Wendepunkt ließ mich dann endgültig von einer 32er Endzeit träumen.
Die nächsten beiden Kilometer liefen noch gut, dann wurde es der erwartete Kampf. Vor mir der Radfahrer und entgegenkommende Athleten mit aufmunternden Worten trieben meinen Kampfgeist an, und so kamen schließlich auch die Kilometerschilder 8 und 9, die Pace war dabei immer noch um die 3:16 min/km. Der letzte Kilometer verlief dann wie im Rausch, in der Ferne hörte und erahnte man das Ziel schon, und als ich schließlich in 32:36 Minuten unter der Zieluhr hindurch lief, war augenblicklich jeglicher Schmerz vergessen, ich hatte soeben meine persönliche Bestzeit über 10 km um 20 Sekunden unterboten, das zählte für mich viel mehr als der Gesamtsieg. Nun konnte Pfungstadt kommen, aber mir war klar, dass es nur noch eine Zugabe sein würde, der Höhepunkt des Tages lag eindeutig in Seligenstadt...
Nachdem ich mich bei den Veranstaltern noch schnell entschuldigend "abgemeldet" habe, da ich aufgrund des engen Zeitplans nicht mehr zur Siegerehrung bleiben konnte, ging es über die Autobahn direkt nach Pfungstadt.
Raus aus dem Auto, Verwunderung über die doch schon recht schweren Beine, Startnummer abgeholt, und schon hieß es "warmlaufen", denn der Start stand unmittelbar bevor. Ich begnügte mich mit knappen 5 Minuten außerhalb des Brauereigeländes, mehr ließ die Zeit nicht zu.
Startschuss, und schon befanden wir uns auf der ersten von sechs knapp 1,1 km langen Runden, die mit originellen (und fiesen) Hindernissen gespickt war. Verletzungsfrei das Ding überstehen, das war ganz klar meine Devise nach der ersten Runde. Dass man ob der zahlreichen Hindernisse auf der Runde nie richtig das Tempo forcieren konnte, kam mir nach dem harten Rennen zuvor in Seligenstadt durchaus entgegen.
Enge Gassen, geschaffen durch gestapelte Leer- und Vollgutpaletten, 90°-Kurven, 180°-Wenden, Hindernisse wie beim Springreiten, Treppen, Autoreifen, ein Fassparcours und ein niedriges, zu unterlaufendes Metallgeflecht verlangte den Teilnehmern alles ab, und erforderte ständige Konzentration. Ein echter Spasslauf, der bei Unvorsichtigkeit jedoch auch schnell böse Verletzungen einbringen kann.
Schließlich war ich froh, nach 24:49 Minuten unverletzt das Ziel erreichen zu können. Mit diesem Resultat kam ich nun noch in die Cup-Wertung um die Cross-Trophy, die ich mit den Teilnahmen in Offenbach, Trebur und Wolfskehlen auch gewinnen konnte.
Ein überaus ereignisreicher (Wettkampf-)Tag ging damit aus meiner Sicht sehr erfolgreich zu Ende, das Sahnehäubchen gönnte ich mir dafür am Abend mit dem Vortrag von Hans Kammerlander beim Weitsicht-Festival im Darmstadtium.
Jetzt liegt eine weitere, recht ruhige Trainingswoche mit abnehmender Kilometerzahl zum Wochenende vor mir, bevor am Ostermontag der 25er in Jügesheim auf dem Programm steht.
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| Frankfurter Halbmarathon - Gelungene Formüberprüfung | 12.03.12 |
Fünf Monate ist es her, dass ich meinen letzten Halbmarathon gelaufen bin. Höchste Zeit daher, die Frühjahresform auf meiner Lieblingsdistanz zu testen. Frankfurt passt dabei hervorragend in den Terminkalender, ausserdem habe ich durch meine Vorjahresteilnahme eine gute Vergleichsmöglichkeit.
Zusammen mit Sabine, Sebastian und Abdel düsten wir am Sonntag an die Commerzbank-Arena. Da wir früh genug vor Ort waren, blieb genügend Zeit, stressfrei alle obligatorischen Dinge wie Startnummern holen, Warmlaufen etc. zu erledigen. Immerhin hatten über 4.000 Teilnehmer vorgemeldet, der Andrang war damit zum 10-jährigen Jubiläum sogar noch etwas größer als im Vorjahr.
Punkt 10 Uhr ging es dann endlich los. Es bildete sich unmittelbar nach dem Start eine recht große Führungsgruppe, ich ordnete mich direkt dahinter in der zweiten Gruppe ein. Das Tempo war ideal, und als wir das Mainufer erreicht hatten, war bereits gut ein Viertel des Rennens absolviert. Mittlerweile war ich alleine unterwegs, und damit dem zwar leichten, aber unangenhmen Gegenwind ausgesetzt. Ich konnte das Tempo zwar halten, die 10 km Durchgangszeit lag bei 34 Minuten glatt, aber am Mainufer habe ich vermutlich doch ein paar Körner zuviel gelassen...
Der Wendepunkt kurz nach Kilometer 16 auf der Isenburger Schneise, ich war zu dem Zeitpunkt immer noch alleine unterwegs, bringt die Gewissheit: eine Dreiergruppe rauscht von hinten an, nur eine Frage der Zeit, wann sie aufschließen würden. Der vielleicht einzige Vorteil eines Wendepunktes, man verschafft sich Klarheit über die nachfolgende Konkurrenz, ohne sich während dem Lauf umdrehen zu müssen... Ich wusste also, dass ich eingeholt werde und konnte mich darauf einstellen. Als es dann soweit war, hing ich mich in die Gruppe, in der neben Benedikt Heil auch Steffen Kothe und Markus Heidl liefen, rein. Ich war ziemlich am Limit, konnte allerdings bis kurz vor dem Ziel dranbleiben, bevor mir die drei dann schließlich enteilten. Irgendwie wollte und konnte ich nichts mehr entgegensetzen, es würde eine gute Zeit werden, dem war ich mir schon vor dem Blick auf die Zieluhr im Stadion gewiss.
Platz 10 nach 1:12:44, damit bin ich zufrieden, es war mehr als ich vermutet hatte, eine erfolgreiche Formüberprüfung also.
Nach dem umfangreichen Training im Januar und Februar werde ich nun die kommenden beiden wettkampffreien Wochen nutzen, um bei reduziertem Umfang langsam ein bisschen mehr am Tempo zu feilen. Der nächste Wettkampf wird dann vermutlich am 1. April der Pfun-Run auf dem Gelände der Pfungstädter Brauerei sein.
© Reinhold Daab
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| Crosslauf Wolfskehlen | 27.02.12 |
Da gibt es diese Veranstaltung nun schon seit weit über 30 Jahren, und ich bin dieses Jahr erst zum ersten Mal hier...
Und ich muss sagen, mir gefällt der Lauf richtig gut. Der Rundkurs, wie er bei Crossläufen üblich ist, ist äußerst abwechslungsreich und damit kurzweilig. Ca. 1,5 km misst eine Runde. Man läuft dabei durch ein kleines Waldgebiet, den kurzen, aber knackigen Anstieg zum Rodelberg hinauf und sogleich wieder hinunter, nochmal durch den Wald, halb um den Schwanensee herum, und schon ist man wieder im Start-/Zielbereich an der Grillhütte.
5 Runden, in der Summe ca. 7.600 m, galt es bei der Männer-Langstrecke zu bewältigen. Unmittelbar nach dem Start heftete ich mich an die Fersen von Axel Dietrich vom ASC Darmstadt, der eine mehr als ordentliche Pace anschlug. Schon beim ersten Anstieg am Rodelberg musste ich fast abreißen lassen, zudem trat ich in ein Maulwurfloch, das ich im Eifer des Gefechts übersehen hatte. Zum Glück ist nichts passiert, der kurze Adrenalinschock ließ mich schnell wieder zu Axel aufschließen. Dennoch war das Tempo verdammt hoch, in der zweiten Runde musste ich ein wenig abreißen lassen, sonst wäre ich Gefahr gelaufen, "hinten raus" völlig einzubrechen.
Doch Axel konnte das hohe Tempo ebenfalls nicht halten, und so war ich in der dritten Runde wieder dran, bevor ich mich gegen Ende der vierten Runde nach vorne schob, und das Rennen schließlich nach 25:17 Minuten knapp für mich entscheiden konnte.
Vor allem die letzte Runde lief ich am Anschlag, damit wurde es zu dem crosstypischen, harten Rennen, das ich erwartet hatte. Genau diese knackigen, harten und vor allem nicht zu langen Rennen sind es, die in meinem derzeitigen Grundlagentraining für ideale Tempospritzen sorgen, und die nötige Qualität bringen.
Nun ist noch einmal eine umfangreiche, allerdings ruhige Woche angesagt, bevor die Regenerationswoche mit dem Frankfurter Halbmarathon beginnt. Das wird mein erster Halbmarathon dieses Jahr, und ich freue mich schon auf die Standortbestimmung auf meiner Lieblingsdistanz.
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| Winterlaufserie Seligenstadt 11/12 - Lauf 4 - Aller guten Dinge sind drei... | 18.02.12 |
Den Seriensieg perfekt machen, das war das erklärte Ziel für heute. Nach den beiden taktisch geprägten Rennen vom Dezember und Januar war ich gespannt, wie es heute wohl laufen würde. Immerhin war es geradezu mild, 6°C und das mit positivem Vorzeichen, wer hätte das vor Wochenfrist noch gedacht. Wohl die Wenigsten. Schon bei der obligatorischen Runde zum Einlaufen ist mir die Brühe gelaufen, so dass mein Entschluss, ganz kurz zu laufen auch alsbald feststand.
Bereits kurz nach dem Start war klar, dass es heute mit Taktikgeplänkel nix werden würde, dazu schlug Patrick Fiederling gleich eine ordentliche Pace an. Ich hängte mich an seine Fersen und so liefen wir, uns abwechselnd in der Führungsarbeit, die komplette erste Runde. Torsten Zervas rief uns bei der Halbzeit etwas zu, für mich klang es wie "knapp 15 Minuten". Gut, so schnell waren wir wohl nicht, aber das Tempo war schon deutlich schneller als bei den letzten beiden Durchgängen. In der zweiten Runde musste Patrick, der z. Zt. im Abi-Stress steckt und deswegen nicht ganz soviel trainiert hatte, etwas abreißen lassen. Ich versuchte das Tempo noch etwas zu forcieren, viel war da aber nicht mehr drin, wie ich ziemlich schnell feststellen musste. Immerhin wurde ich nicht langsamer, und so standen im Ziel schließlich 33:42 Minuten zu buche. Eine Zeit, mit der ich natürlich absolut zufrieden bin, zumal auch diesmal wieder nichts gezwickt hat!
Scheinbar bekommt mir der Mix aus Umfangtraining in Form von ruhigen und lockeren Dauerläufen mit gelegentlichen Wettkämpfen hervorragend.
Recht kurz wird meine Erholung diesmal ausfallen, kommenden Sonntag habe ich einen Start in Wolfskehlen beim Cross geplant, bevor dann als übernächster Lauf der Frankfurter Halbmarathon auf dem Programm stehen wird.
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| Treburer Crosslauf | 05.02.12 |
"Na, du hast wohl gefallen an Crossläufen gefunden", so wurde ich heute in Trebur beim Warmlaufen von Björn Kuttich begrüßt. Und da muss ich ihm recht geben, denn es gibt wohl kaum bessere Möglichkeiten, Tempohärte und Koordination im Winter zu schulen, als ab und zu bei Crossläufen an den Start zu gehen.
Für mich war es dieses Jahr die Premiere in Trebur. Bin extra früh angereist, bei den bitterkalten Temperaturen, die derzeit in unseren Gefilden herrschen, ist ausgiebiges Warmlaufen unabdingbar.
Nach knapp 20 Minuten traben auf der Bahn im Stadion wurde es mir dann allmählich auch warm, zusammen mit Björn hängte ich schließlich noch eine Runde auf der Crossstrecke dran, um diese wenigstens vorher mal kennengerlernt zu haben. Dass wird hart heute, im wahrsten Sinne des Wortes... Der Boden war knochenhart gefroren und teils ganz schön uneben. Dazu kurze, knackige Anstiege, man ist quasi dauernd gefordert und darf ja die Aufmerksamkeit nicht vom Boden richten. Aber so ist das eben beim Cross.
5 Runden, insgesamt ca. 7 km galt es zu bewältigen, und vom Start weg wurde in der Spitze ein höllisches Tempo gelaufen. Ich hing wieder einmal mitten drin, alleine. Die Dreiergruppe vorne war mir zu schnell, und von Stephan Rapp konnte ich mich etwas absetzen. Die Strecke ist aufgrund ihres Abwechslungsreichtums kurzweilig, die Runden flogen geradezu vorbei, so mein Eindruck während des Wettkampfes. Die Spitzengruppe hatte ich lange im Blick, irgendwann in der vierten Runde musste dort einer abreißen lassen, und ich merkte ziemlich schnell, dass ich näher kam. In der letzten Runde konnte ich dann fast aufschließen, allerdings habe ich dabei wohl zuviele Körner gelassen, denn dem Schlussspurt von Ruben Zillig konnte ich nichts mehr entgegen setzen. So blieb schließlich in 22:55 Minuten der vierte Platz für mich.
Fazit: gutes, hartes Rennen, tolle Crossstrecke. Keine Schmerzen, nirgendwo. Bin zufrieden.
Jetzt wird weiter an der Grundlage gearbeitet, die nächsten Rennen sind das Serienfinale in Seligenstadt in zwei Wochen und Ende Februar dann vermutlich der Cross in Wolfskehlen.
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| Winterlaufserie Seligenstadt 11/12 - Lauf 3 | 22.01.12 |
Mein zweiter Auftritt beim dritten Lauf der aktuellen Serie hat wieder einmal so richtig Spass gemacht. Das Wetter war ok, es war weit weniger matschig, als gedacht, und auch der vermutete Regen blieb aus. Lediglich ein leichter Wind ging, den man aber im Wald ohnehin kaum spürt.
Die 10 km in Seligenstadt sind immer eine kurzweilige Angelegenheit, diesmal beschloss ich, vier Runden zu laufen: neben den zwei Wettkampfrunden jeweils eine zum Ein- und Auslaufen. Begleitet wurde ich dabei von Markus Fischer, der mit den gleichen Absichten angereist war.
Angenehm war das Tempo in der ersten der beiden Wettkampfrunden, ich hielt mich in der Spitzengruppe auf und war froh um den gemächlichen Beginn, da mir das Einlaufen noch recht anstrengend vorkam. Die Führung wechselte die ersten drei Kilometer öfters ab, richtig schnell wurde das Tempo dadurch trotzdem nicht. Nach einigen Singletrails und Kurven später begann sich Leon Kriszeleit, ein junger Triathlet aus dem Taunus, leicht abzusetzen. Ich hängte mich an seine Fersen und blieb dort die komplette erste Runde. Kurz vor km 6 erhöhte ich dann das Tempo und konnte mich von Leon absetzen.
Knapp vier Kilometer und einige Rutschpartien später lief schließlich in 34:48 Minuten ins Ziel. Die zweite Runde muss dann doch deutlich schneller gewesen sein.
Auslaufen, Kaffee & Kuchen und ein wenig Fachsimpelei mit Rudi Ziegler rundeten den aus meiner Sicht erfolgreichen und überaus zufriedenstellenden Nachmittag in Seligenstadt ab.
Wie gehts nun weiter bei mir? Ich habe vor, in den kommenden Wochen noch den einen oder anderen Crosslauf zu absolvieren, das Hauptaugenmerk liegt aber weiterhin zunächst auf einem umfangbetonten Grundlagentraining.
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| Suppenschüssel-Cross in Offenbach | 14.01.12 |
Crossläufe sind ja meistens ziemlich hart, und da bildet der Crosslauf in Offenbach keine Ausnahme. Im Zickzack mitten durch die "Suppenschüssel", wie die große Mulde, an der das Geschehen spielt, heisst, wird man gejagt. Dann noch ein bisschen außen herum, über mehrere Strohballen hinweg, und das Ganze sechs Mal, dann ist man fertig. Im wahrsten Sinne des Wortes...
Guter Dinge war ich vor meinem ersten Wettkampf in diesem Jahr, und vom Start weg lief es dann auch ziemlich gut. Ich konnte ein ziemlich konstantes Tempo über die gesamte Distanz halten, leider war ich alleine unterwegs, ich hing quasi mitten drin. Vorne lief Timo Zeiler ein einsames Rennen, danach kam lange nichts, dann kam ich und schließlich eine Dreiergruppe um Björn Kuttich, die gegen Ende des Rennens zerfiel. Sicher auch aufgrund des abwechslungsreichen Parcours waren die Runden recht kurzweilig, nach 29:44 Minuten war ich schließlich im Ziel, und lag damit fast zwei Minuten hinter Timo Zeiler, der mindestens zwei Klassen besser war. Trotzdem bin ich sehr zufrieden, es sind genau diese Art von Rennen, die mich gut über den Winter bringen und für die nötige, noch ausbaufähige Tempohärte sorgen.
Insgesamt war es eine klasse Veranstaltung, der es wieder mal an nichts gefehlt hat, aber das kennt man ja von den Offenbachern mittlerweile.
Nächstes Wochenende steht nun Seligenstadt auf dem Programm, und dann sind die Wettkämpfe für den Januar auch schon wieder rum, und es folgt ein zusammenhängender Trainingsblock.
Hier noch ein kleiner Schnappschuss von Thomas Hartmann.
© Thomas Hartmann
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| Erfolgreicher Jahresabschluss | 31.12.11 |
Wer die Wahl hat, hat die Qual... wenn man sich einmal anschaut, wie viele Silvesterläufe es alleine schon hier in der Region gibt, kann man sich über fehlende Auswahlmöglichkeiten wohl kaum beklagen.
Ein besonders traditionsreicher Silvesterlauf wird seit weit über 30 Jahren vom TV Oberrodenbach veranstaltet. Brüder-Grimm-Lauf-Veteranen dürften zumindest Teile der Strecke bekannt vorkommen, vor allem der als "Moby Dick" bekannte (und gefürchtete) Anstieg mitten im Wald bleibt lange in Erinnerung. Aber im Gegensatz zum BGL, wo man diesen Buckel "nur" einmal erklimmen muss, führt die Rodenbacher Strecke die Athleten zwei Mal über den knackigen Anstieg.
Doch nicht nur wegen der anspruchsvollen Strecke habe ich mich dieses Jahr erneut für Rodenbach entschieden, vor allem wegen der gemütlich-familiären Atmosphäre, die ich bereits seit Längerem den großen Massenveranstaltungen vorziehe.
Noch bevor es um 13:45 Uhr losging, war mir klar, dass es heute eine Schlammschlacht geben wird. Es hatte bereits den ganzen Tag über mehr oder weniger stark geregnet, und eine Strecke, die abgesehen vom asphaltierten Moby Dick komplett über Waldwege verläuft, bekommt da ziemlich schnell einen gewissen Crosscharakter...
Meine Socken waren bereits nach knapp einem Kilometer Warmlaufen komplett nass und die Beine sahen aus, als ob ich Schwerstarbeit auf einem Acker geleistet hätte.
Vom Start weg lief es dann allerdings ziemlich gut, ich setzte mich augenblicklich an Position Zwei und verlor den vor mir Laufenden auch nicht aus den Augen. Zwar blieb der Abstand die ersten Kilometer konstant, aber ich beschloss zu diesem Zeitpunkt erst einmal den Moby Dick abzuwarten. Die Steigung lag mir dann sehr gut, ich konnte aufschließen und auch gleich am Führenden vorbeiziehen. Die erste Runde ging recht schnell vorbei und als ich schließlich das zweite Mal oben auf dem "Walrücken" angekommen war, konnte ich das Rennen kontrolliert zu Ende laufen. Anstrengend war es trotzdem und als ich nach 36:21 Minuten das Ziel erreichte, war ich heilfroh, nicht noch eine weitere Runde laufen zu müssen.
Das war nun also das Jahr 2011, ein Jahr, das zumindest aus sportlicher Sicht nicht so verlaufen ist, wie ich mir das vorgestellt hatte. Der verletzungsbedingten Absage des Freiburg Marathons folgte ein total verkorkster Sommer, in dem ich mich mit Alternativtraining mehr schlecht als Recht fit hielt. Erst im Herbst konnte ich wieder in ein geregeltes Lauftraining einsteigen. Mit Goldbach stieg ich dann im November endlich wieder ins Wettkampfgeschäft ein, und allmählich läuft es auch wieder rund.
Gelernt habe ich aus diesem Jahr vor allem drei Dinge. Ich höre wesentlich mehr auf meinen Körper, und nehme jedes noch so kleine Zwicken mit dem nötigen Ernst, noch bevor daraus eine Verletzung entsteht. Außerdem werde ich zukünftig nicht mehr so weit voraus planen, sondern die Dinge mehr auf mich zukommen lassen. Natürlich wird es auch 2012 wieder läuferische Highlights geben, die ich ins Auge gefasst habe, planen werde ich jedoch erstmal nur mittelfristig, denn wer weiß schon, welche Steine man in den Weg gelegt bekommt... Und last but not least werde ich 2012 dem Alternativtraining sowie der Gymnastik generell einen höheren Stellenwert beimessen, unabhängig davon, ob ich verletzt bin oder nicht.
Abschließend möchte ich noch allen Besuchern meiner Seite einen guten Rutsch und ein gesundes, zufriedenes und erfolgreiches neues Jahr wünschen.
Auf bald, liebe Grüße
Timo.
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| Sieg in Seligenstadt | 17.12.11 |
Nachdem ich mir vergangenen Samstag den Magen verdorben hatte und in der Folge am Sonntag Goldbach ausfallen lassen musste, beschloss ich im Laufe der Woche, in Seligenstadt bei der Winterlaufserie an den Start zu gehen.
Nach einer zwar umfangreichen, aber dennoch ruhigen Trainingswoche, die mit Sturmtief "Joachim" am Freitag dann langsam ausklang, ging es also am Samstag nach Seligenstadt. Ungewiss, was mich nach dem heftigen Unwetter und den Regenfällen für eine Strecke erwarten würde, ging es zum Warmlaufen auf die Piste. Ich rechnete mit einer ordentlichen Schlammschlacht, allerdings wurde ich in der Hinsicht positiv überrascht. Der Untergrund war, mal abgesehen von den kritischen Single-Trail-Passagen, überwiegend fest und gut zu laufen.
So ging es dann um 14:30 Uhr los, nach dem Start orientierte ich mich zunächst an Lothar Leder, der "nicht allzuschnell" angehen wollte. Vor uns liefen Markus Riefer und ein weiterer Läufer, den ich nicht kannte. Die Zwischenzeit bei km 1: 3:20, ziemlich flott! Ich fühlte mich jedoch hervorragend und konnte auf den folgenden Kilometern die Lücke zum aktuell zweitplatzierten Läufer schließen und mich dann auch recht zügig von ihm absetzen. Markus war zu dem Zeitpunkt schon ein ganzes Stück enteilt, aber bereits gegen Ende der ersten Runde merkte ich, dass ich langsam näher kam. Noch auf dem Single-Trail der 2. Runde konnte ich aufschließen und mich auf dem Asphaltstück dann auch schließlich absetzen. Das Ziel erreichte ich nach 34:27 min, deutlich schneller als ich mir das vorgestellt hatte. Die 5 Goldbach-Teilnahmen zahlen sich, so quälend die Strecke auch jede Woche aufs Neue sein mag, eben doch aus.
Jetzt steht erstmal Weihnachten vor der Tür, ich freue mich auf ein paar ruhige, stressfreie Tage, die ich richtig genießen werde. Der nächste Wettkampf wird dann ein Silvesterlauf werden und vermutlich wird es hierbei auf Rodenbach hinauslaufen.
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| "Bergfest" beim Wintercross | 05.12.11 |
Die Zeit rennt und rennt... vergangenen Sonntag war in Goldbach beim Wintercross bereits Halbzeit, und seit gestern stehen nun 5 Läufe auf der Habenseite. Getan hat sich dabei aus meiner Sicht nicht wirklich viel Neues, die Zeiten pendeln auf dem Niveau der ersten Läufe, 36er Zeiten um genau zu sein.
Durch den krankheitsbedingten Verzicht von Bernhard Zang konnte ich den gestrigen Durchgang für mich entscheiden. 36:26 Minuten brauchte ich bei dem Schmuddelwetter. Es war mild, fast 10° C warm, aber windig und regnerisch. Dennoch war die Strecke in einem erstaunlich guten Zustand, wenn man einmal von den kritischen Stellen absieht, die ohnehin jede Woche besonderer Beachtung bedürfen. Eine gute Besserung an dieser Stelle an Bernhard, ich hoffe dass du kommenden Sonntag wieder mit von der Partie bist.
Auch von der Verletzungsfront gibt es Erfreuliches zu berichten, nämlich nichts... Es zwickt und zwackt nichts, die Hüfte hält und die Schwellung im umgeknickten Fuß ist auch wieder völlig verschwunden. Gute Vorzeichen für einen hoffentlich weiterhin erfolgreichen Saisonaufbau.
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| Auf Kurs in Goldbach | 21.11.11 |
Nachdem ich vergangene Woche beim zweiten Lauf in Goldbach wider erwarten langsamer war als bei der Premiere, und das obwohl ich gefühlsmäßig glaubte, schneller unterwegs zu sein, lief es gestern bei Durchgang Nummer drei dafür wieder besser. Zwar verliert der Kurs auch von Sonntag zu Sonntag nichts an seiner Härte, aber immerhin habe ich wieder den Respekt vor der Wurzeln etwas ablegen können, und so war ich im Ziel mit 36:09 Minuten dann fast eine Minute schneller unterwegs als vor Wochenfrist.
Das Training läuft soweit prima, außer Goldbach arbeite ich zur Zeit ausschließlich an einer soliden Grundlage, dazu ein wenig Gymnastik und Stabilisationsübungen, ein typisches Wintertraining eben. Meine Hüfte meldet sich nun Gott sei Dank gar nicht mehr, auch die giftigen Bergabpassagen in Goldbach können ihr scheinbar nichts anhaben, so dass ich guter Dinge bin, was die Vorbereitung auf das nächste Jahr betrifft. Was ich kommendes Jahr alles laufen werde, weis ich jetzt noch nicht. Sicher ist, dass einige "Standard-Wettkämpfe" auch 2012 wieder auf dem Programm stehen werden, darunter auch der Brüder Grimm Lauf im Juni, den ich damit wohl auch als ersten Saisonhöhepunkt einplanen werde.
Jetzt freue ich mich erstmal über die bevorstehende Adventszeit, ausgiebige, ruhige Trainingsläufe und die restlichen "Tempospritzen" in Goldbach.
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| Wintercross Goldbach, Lauf 1 - Viel Schatten, viel Licht... | 06.11.11 |
Da war ich noch vor einer Woche in Frankfurt zugegen, als Zugläufer für einen Bekannten beim Marathon. 3 1/2 Stunden war ich unterwegs und es hat nichts, aber auch gar nichts weh getan!
Demensprechend positiv habe ich danach auch Richtung Goldbach geblickt und mich schon auf den Serienauftakt heute gefreut. Endlich gehts mal wieder los, endlich mal wieder ein bisschen Tempoluft schnuppern. Natürlich bin ich mit gedämpften Erwartungen an den Start gegangen, denn soviel war mir klar: erst mal wollte ich abwartend laufen und auf den Körper hören.
Als ich mich dann heute morgen bei Kaiserwetter mit Stefan warmlief, hatte mich dann aber auch schon wieder das Goldbach-Fieber gepackt.
Es war wie immer, brechend voll. Trotzdem hielt ich mich nach dem Start erst einmal zurück, merkte aber schnell, dass es ziemlich gut lief heute und setzte mich alsbald an Position drei fest. Derweil lief Bernhard Zang vorne ein einsames Rennen.
Alles lief bestens, ich fühlte mich gut, obwohl die Strecke einem wieder einmal alles abverlangte. Gerade, wenn man zum ersten Mal seit fast einem Jahr wieder auf dem selektiven Goldbacher Geläuf unterwegs ist, kommen einem die Steigungen schon unverschämt hart vor.
Ich hatte das Rennen eigentlich schon abgehakt, war jenseits von km 9 und offensichtlich einen Moment unachtsam, als es passierte. Ich knickte um, recht heftig, so dass ich sogar ein Knirschen hörte, so als ob kurz Knochen auf Knochen reibt. Komischerweise tat es kaum weh, der plötzliche Adrenalinschock war viel intensiver als der eigentliche Schmerz. Ich konnte zu Ende laufen, die Zeit lag knapp über 36:40 Minuten. Das geht voll in Ordnung, und das Positive ist, dass auch heute meine Hüfte keinerlei Schmerzen verursacht hat. Dafür begann dann das Sprunggelenk allmählich zu pochen.
Zum Glück hatten die Sanitäter Kühlpackungen dabei...
Ich hoffe, dass am Fuß nun nichts kaputt gegangen ist, und ich kommenden Sonntag wieder an den Start gehen kann. Immerhin kann ich einigermaßen Auftreten, so schlimm wirds also hoffentlich nicht sein...
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| Offenbacher Mainuferlauf - Erneuter Belastungstest | 19.10.11 |
Mit einem Teilnehmerzuwachs von sage und schreibe 40% platzte der Mainuferlauf des Offenbacher LC dieses Jahr fast aus allen Nähten. Natürlich merkte man hier den nahenden Frankfurt Marathon, der seine Schatten vorauswarf. So nutzten viele Offenbach als letzten Vorbereitungslauf oder als Generalprobe für den großen Auftritt Ende Oktober.
Doch es liegt bei Weitem nicht allein an dem perfekten Termin zwei Wochen vor dem Marathon in der Nachbarmetropole. Sicher, Frankfurt hat eine Magnetwirkung, aber mindestens genauso bekannt und beliebt ist der Mainuferlauf aufgrund seiner hervorragenden Organisation und der schnellen, vermessenen Strecken. Und last but not least ist da noch der Main-Lauf-Cup, der als vorletzte Station in Offenbach hält.
Ich hingegen bin aus ganz anderen Gründen nach Offenbach gepilgert. Es galt, die in den vergangenen Wochen geschonte Hüfte einem neuerlichen Belastungstest zu unterziehen. Schließlich bin ich ja für Goldbach gemeldet, und da wollte ich schon sichergehen, dass ich die Wettkampfbelastung auch vertrage.
Güttersbach, mein letzter Wettkampf, ist ja nun auch schon gute zwei Monate her, und seitdem habe ich zwar trainiert, aber weder Wettkämpfe bestritten, noch standen irgendwelche Tempoeinheiten auf dem Plan. Meine Vorgabe für Offenbach war klar: möglichst ohne Schmerzen ins Ziel zu kommen, nicht mehr und nicht weniger. Dass ich mich dabei für den Halbmarathon entschied stand von vorn herein fest, da konnte ich es erst einmal etwas lockerer angehen lassen und sehen wie es überhaupt läuft.
Das tat es dann auch ziemlich gut, bei kühlem, perfektem Laufwetter hatte ich das Glück eine gute Gruppe zu finden, in der ich mich wohlfühlte. Das Tempo war zwar hoch, aber gut zu laufen (zunächst zumindest noch). Bis zum Wendepunkt konnte ich Zoltan Ajkay noch folgen, danach machte sich offensichtlich die fehlende Wettkampfhärte bemerkbar und ich musste ihn ziehen lassen. Trotzdem kam ich mit für mich absolut zufrieden stellenden 1:17:51 h im Ziel an. Die Hüfte hatte dabei während des gesamten Rennens keinen Mucks gemacht, und auch in den Tagen danach konnte ich schon wieder locker und vor allem völlig schmerzfrei laufen.
Offensichtlich geht es nun doch endlich wieder bergauf. Mit diesem guten Gefühl aus Offenbach werde ich nun Goldbach in Angriff nehmen und die Serie dazu nutzen, hoffentlich langsam wieder den Weg zurück ins Wettkampfgeschehen zu finden.
© Reinhold Daab
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| Güttersbacher Halbmarathon - Gemischte Gefühle | 14.08.11 |
Ich fühlte mich gut und freute mich richtig auf Güttersbach. Der erste Wettkampf seit sechs Wochen und dann gleich einer meiner Lieblingsläufe, dazu eine Hüfte, die endlich mal gar keine Schmerzen mehr ausstrahlt... kurzum, ich war einfach guter Dinge.
Zum Start kam zwar die Sonne raus und es wurde ganz schön drückend, wenn man allerdings bedenkt, dass man in Güttersbach in der Vergangenheit wettermäßig schon fast die gesamte Bandbreite des erdenklich Möglichen mitgemacht hat, dann war das Wetter diesmal noch eher harmloser Natur, und im Wald war es dann sogar richtig angenehm.
Es war wieder einmal brechend voll in dem schmucken kleinen Ort der Gemeinde Mossautal, schon bei unserer Ankuft (Petra und Annette waren mit dabei, Heike kam separat), als noch die Schülerläufe in vollem Gange waren, stand am Feuerwehrhaus Alles und Jeder dichtgedrängt.
Unmittelbar nach dem Start bildete sich eine Dreiergruppe um Jürgen Reiser, Lars Breuer und mich. Recht schnell merkten Lars und ich, dass Jürgen zu stark war, und ließen ihn ziehen. Wir liefen trotzdem noch ein gutes Tempo und blieben die gesamte erste Runde zusammen. Als wir gegen Ende der ersten Runde wieder in Güttersbach ankamen, ich fühlte mich eigentlich noch recht gut, hatte Lars einen kleinen Vorsprung herausgearbeitet. Ich beschloss am folgenden Anstieg wieder aufzuschließen, allerdings lief es nicht wie geplant, vielmehr war ich plötzlich total platt. Mit einem Schlag ging rein gar nichts mehr, ich musste Lars ziehen lassen und war froh, nicht gehen zu müssen... So hart hat es mich noch nie erwischt. Die zweite Runde wurde zur Qual, wenn ich noch einen 5er Schnitt hatte, dann war das schon schnell... Völlig erschöpft kam ich schließlich nach 1:24:19 h im Ziel an. Ich kann mir nicht erklären was passiert ist, vielleicht hatte ich zuwenig getrunken, vielleicht brauche ich auch einfach noch ein paar Wettkämpfe, oder ich hatte einfach nur einen schlechten Tag erwischt.
Trotzdem kann ich dem Lauf etwas Positives abgewinnen, meine Hüfte hat gehalten, und das war definitv ein gutes Zeichen, denn die Strecke in Güttersbach ist hart und belastend.
Hoffe, dass es nun weiter bergauf geht, dann stimmen auch die Leistungen irgendwann sicher wieder.
© Susanne Tramberend
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| Ruhige Zeiten... | 12.08.11 |
... liegen nun hinter mir. Wird Zeit, dass ich mich
a) mal wieder hier melde und
b) wieder in das Wettkampfgeschehen einsteige.
Die letzten Wochen konnte ich recht gut und vor allem schmerzfrei trainieren. Das Dr. Feil Gewürzjoghurt (danke an Tobi für den Geheimtipp!), ein bisschen Glucosamin als Nahrungsergänzung zum Knorpelaufbau und vor allem Ruhe und Geduld, dieser Mix bekam mir offensichtlich recht gut.
Die Trainingsumfänge sind schon wieder recht passabel, allerdings habe ich bisher noch kaum Tempo trainiert. Ein paar mal angetestet hab ich es wohl, aber von richtigen Tempoeinheiten kann da noch nicht die Rede sein. Jedenfalls bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es nun an der Zeit ist, einen Formtest zu wagen.
Nicht ganz zufällig habe ich mir dafür Güttersbach herausgesucht, gehört er doch zu einem meiner Lieblingsläufe. Freue mich schon drauf obwohl die Erwartungen natürlich noch gedämpft sind. Werde anschließend berichten, wie es mir ergangen ist, also bleibt am Ball!
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| Volkslauf Altheim - Erfolgreicher Test | 26.06.11 |
Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet...
Als Lokalmatador und Vorjahressieger war ich ja quasi dazu verpflichtet, beim Altheimer Volkslauf über die Halbmarathondistanz an den Start zu gehen. Nach den letzten (schmerzfreien) Wochen, in denen ich zumindest schon wieder ein recht ordentliches Grundlagentraining absolvieren konnte, und nach dem ersten "Belastungstest" beim Brüder Grimm Lauf vor zwei Wochen, entschied ich mich also für eine Teilnahme in Altheim.
Meine Erwartungen waren allerdings ziemlich gedämpft, und ein bisschen Angst, dass die Hüftverletzung wieder aufbricht hatte ich auch, deshalb ging ich mit gemischten Gefühlen in diesen Halbmarathon. Meine Taktik sollte darin bestehen, erst einmal abzuwarten und auf die Hüfte zu "hören".
Als es dann am Samstag bei idealem Laufwetter um 18 Uhr losging, konnte ich mich dank moderatem Tempo der Führenden gleich in der Spitze des Feldes festsetzen. Vereinskamerad Helmut lief vorne, dahinter Ultraläufer René Strosny und ich. Diese Reihenfolge hatte dann ca. bis km vier Bestand, bevor René und ich zu Helmut aufschlossen und uns auf den folgenden Kilometern leicht absetzen konnten. Das Tempo empfand ich zu diesem Zeitpunkt als gut zu laufen, konditionell hatte ich keinerlei Probleme. Gegen Ende der ersten Runde machte sich dann allerdings die Hüfte latent bemerkbar. Keine Schmerzen, ich spürte nur, dass sie nicht zu 100% in Ordnung war, also setzte ich mich zunächst hinter René. In dieser Konstellation begaben wir uns auf die zweite Runde, ich blieb dann noch bis etwa Kilometer 14 hinter ihm.
Da sich die Hüfte nicht weiter verschlimmerte, beschloss ich schließlich einen Angriff zu setzen, denn die Wahrscheinlichkeit, dass ein gestandener Ultraläufer wie René auf einer für ihn ungewohnt kurzen Strecke einen Einbruch erleidet, geht gegen Null. Der Angriff zeigte die erhoffte Wirkung, ich konnte einen kleinen Vorsprung hinauslaufen, den ich in der Folge dann zwar halten, aber nicht vergrößern konnte. Ziemlich schnell machte sich die erhöhte Frequenz bemerkbar, ich lief alsbald am Anschlag.
Schlussendlich konnte ich dann aber doch nach einem Gewaltakt den knappen Vorsprung von 14 Sekunden ins Ziel retten und meinen Titel in Altheim verteidigen!
Insgesamt war es ein Wahnsinns-Wochenende für mich. Nicht nur der unerwartete Erfolg zeigte mir, dass ich mich schon wieder auf einem guten Weg befinde, vor allem hat die Hüfte "gehalten". Am Sonntag morgen hat mir zwar alles weg getan, aber das ist eindeutig auf die ungewohnte Wettkampfbelastung zurückzuführen, die Hüfte selber spüre ich so gut wie gar nicht. Darüber hinaus konnten wir als Verein mächtig auftrumpfen, sämtliche Läufe (5 km, 10 km, HM) des Altheimer Volkslaufes wurden dieses Jahr vom TV Hergershausen gewonnen! Außerdem gewannen wir nun schon zum fünften Mal in Folge die Mannschaftswertung beim Halbmarathon.
Trotz dieses Erfolges werde ich jetzt sicherlich nichts übers Knie brechen und mich erstmal wieder dem reinen Grundlagentraining verschreiben. Tempotraining lasse ich noch weg, Wettkämpfe werde ich im Juli vorerst keine laufen. Wichtig für mich ist es festhalten zu können, dass ich mich auf einem guten Weg befinde, und den Weg möchte ich genauso fortsetzen, ohne mich schon wieder einem Ziel zu verschreiben und mich dadurch gleich wieder einem Druck auszusetzen.
© Susanne Tramberend
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| Brüder Grimm Lauf 2011 | 17.06.11 |
Dieses Jahr erlebte ich meinen Lieblingslauf aus einer anderen Perspektive, als Begleiter einer Vereinskameradin. Und ich muss sagen, es hat trotzdem richtig Spass gemacht, denn die Atmosphäre ist einfach immer wieder unbeschreiblich schön. In den kommenden Tagen werdet ihr einen ausführlichen Bericht über den BGL auf LaufReport lesen können.
Das Wichtigste vom letzten Wochenende war allerdings, dass meine Hüfte trotz der umfangreichen Beanspruchung keinerlei Probleme bereitet hat. Ich werte das als ein gutes Zeichen, dass die Verletzung langsam aber sicher auskuriert ist.
Dennoch werde ich es jetzt nicht gleich wieder übertreiben, geplant ist nächste Woche am Wochenende der Halbmarathon in Altheim, bei dem wir vom TV Hergershausen versuchen werden, die Mannschaftswertung zu gewinnen. Inwieweit ich dort richtig Gas geben werde, wird sich auf den ersten Kilometern zeigen. Sollte ich die Hüfte spüren, werde ich Tempo rausnehmen, ich will nichts riskieren.
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| Wettkampfluft tut gut... | 02.06.11 |
Es war rückblickend ein richtig schöner Tag heute. Zusammen mit Abdel, Reinhold und Sebastian fuhr ich in aller Früh ins Fischbachtal, um am gleichnamigen Lauf teilzunehmen. Und zwar einfach nur teilzunehmen. Ohne jegliche Ambitionen, die einzigen Absichten, die dabei verfolgte, war es, die Hüfte schmerzfrei zu halten und mich mal wieder unters Läufervolk zu mischen.
Gemeinsam mit Abdel startete ich verhalten, bergab waren wir sehr vorsichtig, auch Abdel ist ja noch nicht so lange wieder im Wettkampfgeschäft. Bergauf konnten wir sogar ein wenig forcieren, insgesamt genossen wir aber das tolle Bergauf/Bergab im Fischbachtal, der Lauf zählt zweifelsohne zu einem der schönsten Landschaftsläufe in der Umgebung.
Schließlich ging dann alles gut, wir kamen beide schmerzfrei ins Ziel, und auch danach machte sich die Hüfte nicht bemerkbar. Insgesamt also ein gutes Zeichen, dennoch werde ich jetzt sicher nichts überstürzen und erst einmal an einer vernünftigen Grundlage arbeiten.
Kommende Woche steht der Brüder-Grimm-Lauf an, den werde ich zusammen mit meiner Vereinskameradin Petra bestreiten. Die Vorfreude darauf ist (wie eigentlich jedes Jahr) wieder einmal sehr hoch, auch, und vielleicht auch gerade weil ich ihn diesmal in vollen Zügen genießen werde...
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| Langwierige Verletzung | 13.05.11 |
Nicht dass ich abergläubisch bin, nein, es ist vielmehr reiner Zufall dass ich diese News an einem Freitag, den 13. schreibe. Lange habe ich nun nichts mehr von mir hören lassen, deswegen ist es mal wieder an der Zeit für ein Update, auch wenn
es nicht wirklich etwas Neues zu vermelden gibt.
Nach einer mehrwöchigen Laufpause habe ich vorsichtig den Wiedereinstieg gewagt, in ganz kleinen Schritten versuchte ich das Laufpensum zu steigern. Mehr als 8-10 km am Stück sind jedoch aktuell noch nicht drin, und das auch nur mit einem Tag Laufpause zwischendrin. Alles darüber hinaus macht sich gleich wieder in der Hüfte bemerkbar.
Die unzähligen Stunden Alternativsport, die ich im Studio auf dem Crosstrainer oder auf dem Fahrrad mittlerweile verbracht habe, haben immerhin dazu geführt, dass ich eine gewisse konditionelle Basis erhalten konnte, auf der ich jetzt hoffentlich bald wieder aufbauen kann.
Ziele im Hinblick auf Wettkämpfe habe ich für dieses Jahr erstmal gar keine mehr, mein einziger Wunsch ist es z. Zt. wieder in ein geregeltes Grundlagentraining einsteigen zu können...
Trotzdem werde ich in der Szene aktiv bleiben, sofern es die Hüfte zulässt, werde ich versuchen kommenden Monat eine Vereinskameradin beim Brüder-Grimm-Lauf zu begleiten, außerdem werde ich als LaufReporter vom BGL und vom Altheimer Volkslauf berichten.
Auf der Homepage hier wird es allerdings erst einmal ruhig bleiben, ich hoffe ihr habt Verständnis dafür. Sobald ich wieder voll im Training bin, werde ich es euch auf jeden Fall wissen lassen!
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