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| Zuviel ist zuviel... | 12.10.09 |
Wer nicht hören will muss fühlen. Der Mainuferlauf vergangenes Wochenende in Offenbach hat mir deutlich gezeigt, dass es höchste Zeit ist, eine Pause einzulegen. 34:25 über 10 km waren nicht gerade das Erhoffte,
schlimmer ist allerdings die schmerzhafte Entzündung, die ich nun in der linken Plantarsehne habe.
Na ja, selber schuld, kann ich da nur sagen. Jetzt wird erstmal (zwangsläufig) pausiert und die Verletzung auskuriert.
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| 15 km in Griesheim | 04.10.09 |
Einer alten Läuferweisheit zufolge soll man zwei Wochen nach einem Marathon eine schnelle Zeit auf einer Unterdistanz laufen können. Dem wollte ich mal auf den Grund gehen, also entschied ich mich, dieses Wochenende die 15 km in Griesheim zu laufen.
Für diese selten angebotene Distanz entschied ich mich vor allem im Hinblick auf eine neue Bestzeit. So war es zumindest geplant.
Die Strecke kannte ich vom letzen Jahr, als ich bei der Griesheimer Zwiebelmeile, wie die Veranstaltung offiziell heist, 10 km gelaufen bin: ein 2,5 km langer Rundkurs, wobei das Wort Rundkurs eigentlich fehl am Platze ist. "Hin und Her" triffts besser. Man läuft auf der Griesheimer Hauptstraße 1,25 km in Richtung Darmstadt,
um dann an einem Hütchen zu wenden und wieder zurückzulaufen. Eigentlich ganz und gar nicht nach meinem Geschmack, aber was solls dachte ich mir. Das Projekt heisst Bestzeit, und die lag bei 54:37, gelaufen im Jahre 2004 auf hügeliger Strecke. Höchste Zeit also, diesen Eintrag zu den Akten zu packen und für einen neuen, den anderen Einträgen der Bestenliste "angepassteren" Eintrag zu sorgen.
Mit Abdel, Michael und meinem Vater machten wir uns also am frühen morgen auf in Richtung Griesheim. Blick zum Himmel, sieht gut aus, aber da war der Wind, der mir Sorgen machte. Denn der blies ganz schön heftig. Egal, warmlaufen und dann halt mal sehen was heute drin ist.
Um 10 Uhr gings dann auch los, und zwar für alle 3 Läufe gleichzeitig (5 km, 10 km, 15 km)! Ich fand schnell meinen Rhythmus, vor mir liefen zwei Jugendliche, von denen ich annahm, dass sie 5 km laufen. Km 1 passierte ich nach 3:13, gut, etwas schnell, aber das pendelt sich schon noch ein. Geplant waren Kilometerabschnitte um die 3:21 min. Es kam die erste Wende und damit begannen auch die ersten 1,25 km gegen den Wind, der uns zuvor noch in den Rücken blies.
Die Kilometer wurden jetzt schon langsamer, es kostete einfach viel Kraft, alleine, und das war ich die ganze Zeit über, gegen den Wind anzulaufen. Den ersten der beiden Jugendlichen holte ich noch in Runde ein, den zweiten schnappte ich mir im ersten Teilstück der zweiten Runde. Fortan war ich also allein hinter dem Vorausfahrer.
Km 10, knapp unter 34 Minuten, ich war schon recht deutlich hinter meiner Marschtabelle zurück, aber eine gute Zeit sollte es trotzdem noch werden. 2 Runden noch... wär ich doch blos die 10 gelaufen, dann hätte ich es jetzt hinter mir. Dieser Gedanken kam mir eingangs der fünften von sechs Runden. Diese sollte auch zugleich meine langsamste werden, die Kilometer bewegten sich jetzt schon im Bereich von 3:25 - 3:30 min.
Kurzes Überschlagen im Kopf, eine 51er Zeit ist drin, aber weiter so rumbummeln wie in Runde fünf konnte ich mir nicht mehr leisten, also gab ich nochmals Gas. Das letzte Teilstück zog sich wie Kaugummi in die Länge, der Vorteil war allerdings, dass man die Zieluhr schon von weitem sehen konnte. Und die signalisierte mir, dass es eine Zeit unter 52 Minuten werden würde, tatsächlich wurden es dann 51:32 min. Für die Bedingungen geht das voll in Ordnung, viel mehr war einfach nicht drin.
Die Zeit bedeutete neben der persönlichen Bestzeit auch gleichzeitig den Gesamtsieg an diesem Tag, für den es einen 2-Liter-Weizenbierhumpen samt Inhalt gab.
Damit wären nun alle Ziele für dieses Jahr erreicht, jetzt kann ich es wirklich einmal ein wenig langsamer angehen lassen, und das werde ich auch. Wenn ich mich gut fühle, streue ich spontan noch den einen oder anderen Wettkampf ein, und wenn ich keine Lust haben sollte, dann lass ich das eben...
Jedenfalls mache ich mir in der nächsten Zeit, was das Laufen angeht, keinen Stress mehr.
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| Berlin Marathon 2009 | 21.09.09 |
Nun war es also endlich soweit, das lang erwartete Wochenende, an dem das Projekt Berlin Marathon 2009 seinen Höhepunkt finden sollte, war gekommen.
Die Anreise am Freitag mit dem Zug verlief reibungslos, gegen Mittag konnte ich in Berlin in meiner Unterkunft am Nollendorfplatz einchecken. Als Erstes stand ein Besuch der Marathonmesse an, ich wollte meine Startunterlagen holen, damit ich den Samstag für einen kleinen Stadtbummel und zur Entspannung frei hatte.
Wie erwartet war die Messe am stillgelegten Flughafen Tempelhof gerammelt voll. Ich holte die Unterlagen und ging anschließend einmal über die Messe. Dabei nahm ich alle möglichen nützlichen Give-Aways wie Duschgels, Lotionen, etc. mit, so dass ich jetzt für ca. 1 Jahr eingedeckt bin…
Nach einem Zwischenstopp in der Unterkunft fuhr ich in die Berliner City, ich wollte unbedingt mal auf den „Alex“ (Fernsehturm). 10 €, ganz schön teuer, aber man ist schließlich nicht alle Tage in Berlin. Es war mittlerweile dunkel und ich muss sagen, die 10 € haben sich voll und ganz gelohnt. Der Blick auf Berlin von oben bei Nacht ist gigantisch! Lichter soweit das Auge reicht, hier bekommt man als Fremder erst mal einen Eindruck über die Größe der Stadt. Zum Abschluss des Tages gab dann noch Nudeln (was auch sonst?) und schließlich war ich dann froh, wieder in der Unterkunft zu sein. Vom Rumlaufen taten mir nämlich ganz schön die Füße weh.
Nach einer ausgiebigen Nachtruhe und einem noch ausgiebigeren Frühstück am Samstag verabredete ich mich mit Mario und seiner Freundin, die ebenfalls zum Marathon nach Berlin gekommen sind. Wir gingen nochmal kurz über die Marathonmesse und fuhren dann zum Alexanderplatz, wo wir in der gigantischen Einkaufspassage „Alexa“ zu Mittag aßen (wieder Nudeln, langsam kann ich das Zeug nicht mehr sehen!).
Für den Samstag sollte es das dann auch gewesen sein, ich wollte mir einen Tag vor dem Marathon nicht die Füße müde und wund latschen. Mittagsruhe, Abendessen (dreimal dürft ihr raten was…) und früh ins Bett gehen waren für den Rest des Tages angesagt.
Der Wecker klingelte am folgenden Morgen um 5:30 Uhr. Erste Tat: ein großes Glas Ultra-Starter Protein-Kohlenhydrat-Gemisch (sündhaft teuer, aber gut) runterspülen. Runterspülen ist genau der richtige Ausdruck, denn sonderlich gut schmeckt die Pampe nicht. Was tut man nicht alles für den Erfolg…
Wettkampf-Klamotten anziehen, Trainingsanzug drüber und ab zum Frühstück. Zwei weiße Brötchen, eins mit Marmelade und eins mit Honig, dazu zwei Tassen Kaffee zum Wach werden. Zurück ins Zimmer, Kleiderbeutel nochmals gecheckt, Gel in die Laufhose gesteckt und ab Richtung U-Bahn. Akribisch wie ich nun mal bin hatte ich die U-Bahn-Fahrt natürlich im Voraus geplant, wusste wo und in welche Richtung ich Ein- bzw. Umsteigen musste. Völlig überflüssig, wie sich herausstellte, denn ich wohnte ziemlich zentral und außer mir waren da zur gleichen Zeit noch mindestens 1.000 andere Sportler die zum Start wollten… Also einfach rein ins Gedrängel.
Ich erreichte den Startbereich ca. 1 h vor dem Start, ausgiebig Zeit also noch um den kleineren und größeren Bedürfnissen nachzugehen. Beim Anblick der Dixie-Klos und der Warteschlangen davor beschränkte ich mich auf die Tempo-und-Gebüsch-Variante.
Mittlerweile war es auch schon wie befürchtet und angekündigt sehr warm geworden, zu warm für einen Wettkampf für meine Begriffe. Noch ein Schluck Wasser aus der Pulle, dann gab ich den Kleiderbeutel ab und lief mich warm.
Startblock B, dem ich zugewiesen war, begann ca. 15 m vor der Startlinie. Ich wollte unbedingt so weit wie möglich nach vorne, also war ich schon ca. 30 min vor dem Start am Einlass, in der Hoffnung dann auch ganz nach vorne, direkt hinter die Elite-Athleten zu kommen. Weit gefehlt. Block B, wie übrigens auch alle anderen Blöcke waren bereits brechend voll, so voll, dass keine weiteren Läufer mehr rein gelassen wurden. Ein leichter Anflug von Panik überkam mich, ich sah mich schon gezwungen meine Zaunkletterfähigkeiten unter Beweis stellen zu müssen. 10 Minuten vor dem Start wurden die Blöcke dann allerdings wieder geöffnet und ich kam dann doch noch relativ weit nach vorne.
Vom Startschuss an brauchte ich ca. 15 Sekunden bis ich an der Startlinie war. Die Straße des 17. Juni war zwar extrem breit, dennoch war das Gedrängel auf dem ersten Kilometer enorm, ich kam kaum vorwärts und das obwohl ich sehr weit vorne Stand. Ich lief am Rand, hier ging es einigermaßen. Kilometer 1, die Uhr zeigte 3:50 min. Es konnte nur besser werden, und das wurde es dann auch zum Glück sofort. Bereits den zweiten Kilometer konnte ich in den geplanten 3:33 min/km absolvieren. Das Feld sortierte sich allmählich und ich fand meinen Rhythmus. Ich fühlte mich extrem gut, die Sonne machte mir anfangs noch weniger zu schaffen als ich befürchtet hatte. Kilometer 10 erreichte ich nach knapp über 35 Minuten. Es bildeten sich hier und da kleine Grüppchen, aber in dem Bereich, in dem ich mich aufhielt, lief man dennoch oft alleine. Ich fand auch keine Gruppe, die eine konstante Pace hielt, die meisten wurden entweder schneller oder langsamer. Selbst die beiden Frauengruppen mit ihren Pacemakern, in denen ich mich kurzzeitig aufhielt, liefen total inkonstant.
Kilometer 20, 1:10:15. Ich war schnell unterwegs, aber das Tempo bereitete mir keinerlei Probleme, ich hätte jederzeit zulegen können. Ich befand mich allerdings an der Obergrenze des Pace-Bereiches, den ich mir gesteckt hatte, und die Grenze wollte ich auf keinen Fall überschreiten.
Sorgen machte mir jetzt die Sonne, die allmählich ihren Zenit erreichte. Ich schwitzte zunehmend mehr und obwohl ich an ausnahmslos jeder Verpflegung zwei Becher Wasser nahm, verlor ich zu viel Flüssigkeit über den Schweiß.
Halbmarathon, 1:14:02, ich sehnte mich nach Schatten, aber der war sonst wo zu finden, auf der Strecke jedenfalls nicht.
Ich nahm geringfügig heraus, die Pace pendelte sich bei 3:33 min/km ein, Sub 2:30 h lag weiter im Bereich des Möglichen, aber ich wusste bereits hier dass es verdammt hart werden würde. Ich bin nun mal kein Hitzeläufer, das hatte sich in der Vergangenheit mehr als einmal gezeigt.
Kilometer 30, 1:45:25. Zeit für das High-5-Gel. Ich trank weiterhin regelmäßig an jedem Verpflegungsstand. Vor mir die ersten, die Gehpausen einlegten. Das Wetter und die zunehmende Renndistanz begannen ihren Tribut zu fordern. Ich hatte eine gute Vorbereitung, genug lange Läufe. Die Muskulatur war an die langen Belastungen gewohnt und die Beine fühlten sich nach wie vor ganz gut an, obwohl ich sie natürlich auch schon deutlich spürte. Trotz allem wurde ich langsamer, von 3:33 min/km ging es auf 3:37, 3:38, 3:34, auf 3:45 und dann in Richtung vier Minuten für den Kilometer. Das kann doch nicht wahr sein, dass ich jetzt auf den letzen Kilometern so abbaue dachte ich mir und versuchte mich mit aller Macht dagegen aufzubäumen. Es half nichts, ich war mittlerweile nass geschwitzt, und die Sonne knallte bei strahlend blauem Himmel unerbittlich auf den Asphalt. Was man sich im Urlaub nicht besser hätte wünschen können, im Augenblick verfluchte ich das Wetter.
Kilometer 40, 2:23:56. Sub 2:30 h ade, aber das wusste ich bereits bei km 35. Es galt nur noch das Ding mit Anstand nach Hause zu bringen und endlich aus der Sonne rauszukommen. Noch eine Kurve, dann tauchte vor mir in einiger Entfernung, noch unscharf vom Flimmern der Luft über dem Asphalt, das Brandenburger Tor auf. Na endlich, das Ende der Quälerei, zu dem sich das Ganze hier mittlerweile entwickelt hatte, war abzusehen.
Trotz allem war es immer noch ein unbeschreibliches Gefühl unter dem Brandenburger Tor hindurch zu laufen und in absehbarer Entfernung das Ziel zu erblicken. Ich beschleunigte nochmal und holte das allerletzte aus meinem Körper heraus.
2:33:06 zeigte die Uhr im Ziel. Ich war überglücklich es immer noch dieser Zeit geschafft zu haben, auch wenn ich damit die insgeheim erhofften 2:29 verpasst habe. Dazu hätte allerdings auch absolut alles passen müssen an diesem Tag. Das wusste ich von vornherein, von daher bin ich mit der Zeit trotzdem sehr zufrieden, immerhin bedeutet das eine Steigerung meiner Bestzeit von etwas mehr als 13 Minuten.
Ich blickte gen Himmel, die Sonne lachte mich strahlend an, und ich lachte noch strahlender zurück. HA, du hast mich zwar langsamer werden lassen, aber du hast mich nicht in die Knie gezwungen!
Finisher-Medaille, Plastikfolie gegen Auskühlung (was ein Witz! Lieber hätte ich mir einen Sack Eiswürfel gewünscht) und dann schleppte ich mich durch den Zielkanal in Richtung Kleiderbeutelrückgabe. Unterwegs kam ich am Massagebereich vorbei, dort war noch alles leer, also beschloss ich, den Service auch in Anspruch zu nehmen. Die Masseusen, angehende Physiotherapeutinnen taten einen guten Job und massierten mich fast eine halbe Stunde lang. Leider befand sich der Massagebereich ebenfalls in der knalligen Sonne, so dass ich auch hier nicht aus dem Schwitzen heraus kam. Irgendwann war ich dann endlich unter der Dusche. Die Füße sahen trotz der Wettkampfschuhe, die ich anhatte, noch erstaunlich gut aus, lediglich eine Blase der harmloseren Art hatte ich mir gelaufen.
Den Rest des Tages verbrachte ich mit Ausruhen und dem Studium der Ergebnisliste auf meinem Zimmer, das ich abends nur nochmal kurz verließ, um beim Türken um die Ecke einen leckeren Börek mit Schafskäse (ich glaube ich hätte alles außer Nudeln an dem Abend gegessen) zu vertilgen.
Am nächsten Morgen klingelte der Wecker wieder zeitig, ich musste schließlich um halb neun am Hauptbahnhof sein. Frühstück gab es am Bahnhof, und am frühen Nachmittag war ich dann endlich wieder daheim.
Jetzt werde ich mich erst mal richtig erholen und zwei bis drei Gänge herunterschalten, was das Laufen angeht. In zwei Wochen möchte ich noch bei den 15 km in Griesheim versuchen, meine Bestzeit auf dieser Distanz zu toppen, und dann geht es wettkampfmäßig erst mit der Winterlaufserie in Goldbach weiter.
Und last but not least: Ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die mich unterstützt und mir die Daumen gedrückt haben, allen voran meine Familie.
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| Hartes Intervalltraining | 01.09.09 |
Ein wenig Respekt hatte ich ja schon vor der heutigen Einheit, das muss ich zugeben. Nachdem vor zwei Wochen die 3 x 3.000 m schon ein ganz schöner Brocken waren, wurde heute nochmal eine Schippe draufgelegt.
3 x 4.000 m standen auf dem Programm, Tempo so in etwa 5-10 Sekunden schneller als das geplante Marathontempo. Das wären dann so um die 3:25 min/km bzw. 13:40 min/Intervall hatte ich mir vorher ausgerechnet.
4000er bin ich noch nie gelaufen bisher, aber ich ahnte schon, dass das nicht gerade ein Zuckerschlecken werden würde.
Da ich meinen Forerunner nun wieder habe, beschloss ich, wieder in den Wald von Groß-Zimmern zu kennen, denn da gibt es eine Runde, die ziemlich genau 6 km lang ist. Für das heutige Training perfekt, denn als Pausenlänge hatte ich die habe Intervalldistanz, also 2.000 m, ausgemacht.
Außerdem wollte ich die Intervallfunktion des Forerunner testen.
Gesagt getan, nach der Programmierung der Intervalleinheit gings los, 3 km einlaufen, dann das erste Intervall. Der Forerunner piepste und ich erhöhte das Tempo rein nach Geühl. Nach 13:23 min piepste er wieder, ganz schön schnell, ein Schnitt von 3:20 min/km fürs erste Intervall, ob das gut geht? Aber es lief gut, ich fühlte mich zumindest nicht schlecht, drücken wir es mal so aus... 2.000 m Pause klingt viel, aber nach solchen langen Intervallen
braucht man die Pause dringend, und spätestens nach dem zweiten Intervall kommt einem die Pause verdammt kurz vor... Auch die anderen beiden 4.000er liefen gut, obwohl das dritte Intervall schon knüppelhart war, das muss ich zugeben. Aber mit den 13:17 min für das zweite und 13:22 min für das dritte Intervall war ich sehr konstant unterwegs.
Nochmal 3 km auslaufen zum Schluss, macht summa sumarum 22 km.
Fazit: harte Einheit, keine Frage, aber von nix kommt ja bekanntlich auch nix, und fürs Marathontraining eignen sich die langen Intervalle ohnehin besonders gut.
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| Regenerationswoche | 31.08.09 |
Nach drei harten Trainingswochen stand diese Woche ganz im Zeichen der Regeneration, und die hatte ich auch dringend nötig, denn ich war gegen Ende der vergangenen Woche doch sehr müde, und auch das Aufstehen morgens war nicht gerade die angenehmste Sache der Welt...
Vor allem der lange Lauf zusammen mit Tobi inklusive 5 km Endbeschleunigung am Samstag vergangene Woche war nicht gerade ohne, denn wir waren schon von Beginn an flott unterwegs.
Nur eine harte Trainingseinheit absolvierte ich diese Woche, einen gesteigerten 15 km Tempodauerlauf, der inklusive den je 3 km Ein-/Auslaufen auch hervorragend lief. Die restliche Woche war nur ein mehr oder weniger gemütliches GA1-Training angesagt.
Nachdem ich meinen eingeschickten Forerunner diese Woche wieder bekam, habe ich am Wochenende mal meine Homepage ein wenig auf Vordermann gebracht und neue Strecken auf gpsies.com eingestellt.
Die kommende Woche wird jetzt nochmal ziemlich umfangreich werden, bevor es dann endlich ins "Tapering" für Berlin geht.
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| Halbmarathon Beerfelden-Hetzbach - Die Jagd auf den Radfahrer | 16.08.09 |
Nach dem Güttersbacher Halbmarathon vergangenen Samstag galt es heute im Beerfelder Ortsteil Hetzbach beim Volkslauf im Rahmen des Kippfestes nochmal ein wenig für die Wettkampfhärte zu tun, bevor in den letzten Trainingswochen vor
Berlin am Feinschliff der Form gearbeitet wird.
Im Angebot sind zwei anspruchsvolle Strecken, 10 km und Halbmarathon, wobei über die wahren Streckenlängen in Hetzbach schon viel diskutiert worden ist. Sicher ist jedenfalls, dass das Profil auf beiden
Distanzen knackig ist, eben odenwaldtypisch. Gelaufen wird fast ausschließlich im Wald, und das war angesichts des sehr warmen Wetters auch gut so.
Ich bin mittlerweile auch schon Stammgast in Hetzbach und laufe seit Jahren dort den "langen Kanten", kenne die Strecke daher bestens. Auch dieses Jahr entschied ich mich wieder für den Halbmarathon.
Den ersten Kilometer ließ ich es locker angehen, auf so einen knüppelharten Beginn wie in Gütterbach hatte ich heute keine Lust. Auch in Hetzbach geht es die ersten 6 km fast ausschließlich bergauf, danach allerdings bleibt das Geläuf selektiv.
Etwa nach 500 Metern laufe ich an der Spitze, vor mir, und das ist dieses Jahr neu, ein Führungsradfahrer. Na den werde ich bergauf mal ein bisschen vor mir her scheuchen, und in der Tat, er blickte sich oft um und trat dann jedesmal wieder ordentlich in die Pedale, um den Abstand zu mir
nicht zu gering werden zu lassen. Später im Ziel erfuhr ich, dass ihm ganz schön die Waden brannten hinterher.
Dem Geplänkel zwischen km 6 und 12 folgte nochmal ein schweres Bergstück, auf einer Schleife von knapp 4 km legt man noch mal ordentlich Höhenmeter zurück, bevor es bergab zurück in Richtung Hetzbach geht.
Allerdings wurde vor 3 Jahren, vorher war es noch eine 20 km Strecke, eine weitere Schleife hinzugefügt, und die hat es nochmal so richtig in sich. Man läuft auf einem Feldweg und es geht ganz schön bergauf. Dazu kommt die Sonne von oben und die 18 km, die man bereits in den Beinen hat.
Das alles zusammen lässt einem den Anstieg vorkommen, als ob er nicht enden wolle.
Ich fühlte mich noch ganz gut, ein kurzer Blick auf die Uhr bestätigte meine Vermutung, dass es noch eine Zeit unter 1:20 werden würde. Es kam das letzte Teilstück, die Landstraße hinab nach Hetzbach, hier konnte man es nochmal rollen lassen.
Die "Kipp" erreichte ich nach 1:19:32, damit war ich zwar etwas langsamer als im Vorjahr, aber für einen Wettkampf aus dem Marathontraining raus geht das voll in Ordnung, zumal ich noch ein paar Reserven hatte.
Auslaufen, Duschen und dann der kam das, was in Hetzbach jedes Jahr am meisten Spass macht, der Sturm auf die legendäre Kuchenthekte. Ganze vier Stücke genehmigte ich mir heute!
Fazit der beiden Vorbereitungswettkämpfe in Güttersbach und Hetzbach: Eine solide Grundlage ist da, die Tempohärte ist auch gut, jetzt kommt der Feinschliff und die Hoffnung, dass in den letzten 5 Wochen bis Berlin alles weiterhin so gut läuft und bleibt.
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| Halbmarathon Güttersbach - Gelungener Formtest | 09.08.09 |
Nach vier umfangreichen Trainingswochen stand jetzt mal wieder ein absolutes Laufhighlight im Odenwald auf dem Programm, der Güttersbacher Volkslauf. Seit Jahren nehme ich an dieser perfekt und liebevoll organisierten Veranstaltung
im Odenwald teil, für dieses Jahr hatte ich mir auf der schwierigen Strecke eine Zeit unterhalb meiner Güttersbach-Bestzeit (1:17:11) vorgenommen.
Bei optimalen Bedingungen, in Gütterbach hatten wir schon alles erlebt in der Vergangenheit, von sengender Hitze bis zu Gewitter mit strömendem Regen, ging es kurz nach 17 Uhr
endlich los.
Von Streckensprecher Matthias waren Tobi Hegmann, mit dem ich heute angereist war und ich bereits als Favoriten ausgemacht, und tatsächlich liefen wir von Beginn an vorneweg. Tobi hat gerade mit der Marathonvorbereitung auf den
Jungfrau-Marathon im September und den München-Marathon im Oktober begonnen, befindet sich aber schon in bestechender Form.
Das Tempo war von Beginn an sehr flott, wir liefen Seite an Seite die lange Steigung der ersten Runde hoch. Als es auf die Bergabpassage zurück Richtung Ort ging, hatte ich einen minimalen Vorsprung auf Tobi herausgearbeitet,
er schloss die Lücke jedoch sofort, und so liefen wir wieder Seite an Seite am Start/Ziel-Bereich vorbei, um begleitet von der tollen Stimmung die zweite, kürzere Runde anzugehen.
Hier hoffte ich mich auf der Steigung wieder etwas absetzen zu können, was mir auch zunächst zu gelingen schien. Im Wald jedoch kam der Konter von Tobi. Ich lief gleichmäßig weiter, konnte sein Tempo aber nicht mehr mitgehen.
Ziemlich schnell hatte sich eine beachtliche Lücke zwischen uns aufgetan, die sich auf dem Bergabstück ins Ziel sogar noch vergrößerte. Tobi lief ein fantastisches Rennen, mit 1:14:39 war er so schnell wie noch kein "Weißer" zuvor in Güttersbach.
Der Streckenrekord von Tendai Chimusasa von 1:09:11 liegt außer Reichweite, das war von vornherein klar, dennoch ist Tobis Leitung nicht hoch genug einzuschätzen. Mit einer knappen Minute Rückstand erreichte ich als Zweiter in 1:15:41 immer noch eine tolle Zeit. Vor allem war ich aber
mit dem guten Rennverlauf, es war ein Lauf auf gleichmäßig hohem Niveau, zufrieden.
Nach dem obligatorischen Auslaufen und Duschen gesellte ich mich zu meinen Eltern, die gekommen waren, um mich anzufeuern und anschließend ihren Hochzeitstag im "Haus Schönblick", einem wunderschönen Wellnesshotel in Gütterbach zu feiern. Bei einem herrlich erfirschenden
alkoholfreien Weißbier genoss ich einen leckeren Odenwälder Kochkäse, bevor ich den Abend im Rahmen der Siegerehrung gemütlich ausklingen ließ.
Als Generalprobe für den Berlin-Marathon will ich den Lauf noch nicht bezeichnen, aber er zeigt, dass ich auf einem guten Weg für mein Herbstziel bin. Kommendes Wochenende steht als weiterer Test der Halbmarathon im benachbarten Hetzbach, unweit des Himbächel-Viaduktes auf dem Programm, bevor es dann in die entscheidende
letzte Trainingsphase für Berlin geht.
Weitere Ergebnisse des TV Hergershausen: siehe Rainer's Seite
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| Stadtlauf Dieburg | 05.07.09 |
Der Hochsommer ist nun mittlerweile auch bei uns angekommen, und bei den Temperaturen, wie sie aktuell herrschen, wird der Wettkampfsport für mich meistens zur Quälerei.
Nichtsdestotrotz stand heute mit dem Dieburger Stadtlauf der vorerst letzte Wettkampf auf dem Programm, bevor es für mich in die Marathonvorbereitung für Berlin geht.
Und ehrlich gesagt bin ich auch ganz froh drum, denn im vergangenen Monat verging nicht ein einziges Wochenende ohne Wettkampf. Das hat schon ganz schön geschlaucht.
Der TVH war bei dieser 11. Austragung des Stadtlaufes wieder einmal sehr zahlreich vertreten. Sorgen machte mir vor allem neben der hohen Temperatur meine rechte Achillessehne, denn die tat seit Freitag weh.
Morgens hatte ich sie noch bei einer kleinen Runde durch Altheim angetestet, und da hat sie ganz schön geschmerzt. Beim Warmlaufen in Dieburg war es zwar ein wenig besser, aber nicht wirklich gut.
Am Start traf ich einige alte Bekannte, Jürgen Zehnder, Jalal, Omar u.v.m. erblickte ich in den ersten Reihen.
Und dann waren da noch traditionsgemäß die Athleten aus der französischen Partnerstadt Aubergenville, von denen auch einige immer weit vorne mitlaufen. Aber der Star des Tages war ein Marokkaner, denn mit Said Azouzi
war ein Profi am Start, der gleich von Beginn an einsam seine Runden drehen sollte.
Ich hielt mich in der ersten Runde noch etwas zurück, weil ich vor allem sehen wollte, wie stark sich meine Achillessehne meldet. Erstaunlicherweise tat es beim schnellen Laufen nicht weh, und so konnte ich mich gegen Ende der ersten Runde
zusammen mit einem Tschechen an die Verfolgung von Said machen, der zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr zu sehen war. Wir waren gut unterwegs, bei der Halbzeit hatten wir eine Durchgangszeit von 16:39 min.
Aber die Hitze setzte mir ordentlich zu, und trotzdem ich jeden Verpflegungsstand und jede Dusche an der Strecke mitnahm, musste ich gegen Ende der dritten Runde abreißen lassen.
Es wurde dann zur Quälerei, und ich war schließlich froh, den Lauf dann noch in einigermaßen passablen 34:16 min auf dem dritten Platz zu beenden.
Said hatte derweil in 30:49 wie erwartet einen neuen Streckenrekord aufgestellt, und der Tscheche wurde knapp eine Minute vor mir Zweiter.
Der Abend wurde dann mit Livemusik und immer angenehmer werdenden Temperaturen sogar noch richtig gesellig.
Jetzt muss ich nur noch meinen Fuß wieder in den Griff bekommen, und dann wird die nächsten Wochen erstmal wieder ausgiebig trainiert.
Weitere Ergebnisse des TV Hergershausen: siehe Rainer's Seite
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| 28. Spitz Älthemer Volkslauf: Sieg beim Halbmarathon | 27.06.09 |
Der Altheimer Volkslauf war, ist, und wird immer etwas Besonderers für mich sein, denn hier komme ich her, und hier bin ich meinen allerersten Wettkampf gelaufen. Natürlich ist mein Ehrgeiz, hier zu gewinnen immer ganz besonders groß
Das Wetter ist ja immer extrem in Altheim, diesmal war es am Samstagabend schwül, als Bürgermeister Walter Blank die obligatorischen Grußworte sprach, kurz darauf nahm das sportliche Treiben dann endlich seinen Lauf. Über 200 Aktive nahmen die zwei identischen Runden diesmal unter ihre Füße. Und jeder wollte erst mal so schnell wie möglich den etwas mehr als einen Kilometer langen Feldweg vorbei am Freizeitzentrum hinter sich bringen, denn im Wald wurde es doch merklich angenehmer.
Bereits vor dem Start bin ich durchgeschwitzt, das Wetter liegt mir so gar nicht. Nur schnell in den Wald, dort wird es angenehmer, das wusste ich bereits vom Einlaufen.
Der Wendepunkt auf halber Höhe zur Brücke zwischen km 3 und 4 bietet mir die erste Orientierungsmöglichkeit: ich laufe vorne, hinter mir vermutete ich Michael Obst, den ich kenne. Aber da war noch jemand zwischen mir und Michael, den ich nicht kannte.
Noch kein Grund zur Panik, ich laufe ein mehr oder weniger gleichmäßiges Tempo und fühle mich eigentlich sehr gut dabei. Der Weg führt über die „Semmer Kuhweide“, eine kleine Lichtung zwischen zwei Waldstücken. An der Verpflegung ein Becher geschnappt, ein Teil des Wassers in den Mund, das meiste allerdings über den Kopf, ich schwitzte zu diesem Zeitpunkt bereits erheblich, viel mehr als sonst üblich. Das liegt am Wetter, aber was soll man schon machen außer stoisch einen Fuß vor den anderen zu setzen und zu hoffen, dass man durchkommt.
Kurz nach km 9, der Waldrand ist erreicht, noch etwas mehr als einen Kilometer, dann ist Halbzeit. Blick auf die Uhr, die Zeit ist ok, die zweite Runde kann kommen.
Noch läuft es prima, ich genieße den Applaus der Zuschauer am Sportplatz, mache noch den Schlenker unter der Dusche, die am Streckenrand steht hindurch, und bin schon wieder auf dem Weg zum Waldrand. Ich höre hinter mir keinen Applaus, der Vorsprung scheint also angewachsen zu sein, Gewissheit verschafft mir aber erst der Wendepunkt. Nichts in Sicht, zum Glück, denn mittlerweile läuft es nicht mehr ganz so rund bei mir. Für die Kilometerabschnitte brauche ich jetzt schon teilweise mehr als 3:30 min, aber die Zeit ist für mich in Altheim eher sekundär. Ich bin Lokalmatador und möchte gerne gewinnen, das war mein erklärtes Ziel, und mit dem Vorsprung im Rücken war dieses Ziel schon sehr nahe gerückt.
Nochmal eine kurze Erfrischung am Verpflegungsstand und schon erreichte ich erneut den Waldrand am Amselweg. Einmal noch die Pommernstraße hinunter, über das Brückchen, und dann hatte die Plackerei endlich ein Ende. 1:13:55, die Zeit geht voll und ganz in Ordnung. Was zählt, ist der Sieg!
Jetzt steht kommendes Wochenende noch der Dieburger Stadtlauf auf dem Programm, und dann bin ich erstmal froh, wieder eine längere Trainingsphase ohne Wettkämpfe einlegen zu können.
Ergebnisse des TV Hergershausen: siehe Rainer's Seite
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| Honischlauf Niedernberg | 21.06.09 |
Die Blasen vom Brüder-Grimm-Lauf und vom Moret-Triathlon vergangene Woche waren die Woche über wieder verheilt, und auch was das Training angeht, habe ich es
etwas ruhiger angehen lassen, denn die Regeneration kam in den letzten Wochen wegen der hohen Umfänge doch etwas zu kurz.
Heute stand dann meinem Sponsor, dem Main AusdauerShop zuliebe, der Honischlauf in Niedernberg auf dem Programm.
Als Ziel hatte ich mir den Sieg gesteckt, zwar wusste ich vom Hörensagen, dass es sich bei dem vier mal zu durchlaufenden Rundkurs um eine schnelle Strecke handelt, aber
in Richtung Bestzeit wollte ich trotzdem nicht schielen, dazu steckte der Brüder-Grimm-Lauf noch zu sehr in den Beinen.
Stefan und Claudia holten mich ab, und keine halbe Stunde später waren wir vor Ort. Eine Runde Einlaufen, ein bisschen Smalltalk hier und da, und schon gings los.
Ich weis nicht so recht warum, aber die ersten beiden Kilometer waren höllisch schnell, 3:14 und 3:11. Zu schnell, das war mir klar, aber ich fühlte mich ganz ok. Michael Schrauder, der
bis dato an meinen Fersen klebte, nahm Tempo heraus, uns so war ich zum Ende der ersten Runde hin alleine unterwegs.
Das Tempo wurde dann etwas langsamer, es wehte auch an verschiedenen Stellen ein stetiger Gegenwind. Km 5 passierte ich nach 16:22, im Verlauf der letzen beiden Runden musste ich dann jedoch das Tempo weiter reduzieren
und ab km 7 wurde es richtig hart. Ich hielt dagegen, so gut ich konnte, und war dann froh, irgendwann auf der letzten Runde zu sein und zu wissen, dass man nach der nächsten Passage des Startes endlich links ins Ziel abbiegen durfte.
Die Stimmung war übrigens prächtig, gerade im Start-/Zielbereich war ordentlich was los, aber auch in der letzten Kurve vor der Startgeraden hatten sich wohl auch angesichts des tollen Wetters viele Zuschauer versammelt.
Km 9, der Blick geht auf die Uhr, 29:irgendwas, hm, wird wohl knapp über 33 min werden dachte ich mir, und so recht Lust mich nochmal zu quälen, hatte ich auch ehrlich gesagt nicht mehr. So kam es dann schließlich, dass die Uhr bei 33:08
stoppte, eine Zeit, mit der ich sehr zufrieden war. Vielleicht wäre mit einem verhalteneren Start noch mehr drin gewesen, aber das bleibt Spekulation.
Claudia war nach dem Moret-Triathlon und einer vollen Trainingswoche mit ihrem Resultat von 43:46 zufrieden, und Stefan schrammte mit 40:10 haarscharf an der 40 Minuten Grenze vorbei, schade...
Noch eine Runde Auslaufen, Duschen und dann kam der gemütliche Teil bei der Siegerehrung. Für mich gabs neben einem Gutschein für ein paar Laufschuhe auch ein Glas Honig vom örtlichen Imker, wer hätte das gedacht bei dem Namen der
Veranstaltung!
Nächste Woche steht dann mit dem Spitz-Älthemer Volkslauf ein weiteres Highlight an, hier werde ich am Samstag abend beim Halbmarathon starten. Und aus unserem Verein haben, wie jedes Jahr, sehr viele schon ihr Kommen angekündigt.
Deswegen, und aufgrund der Tatsache, dass ich bei dem Event der Lokalmatador bin, ist die Vorfreude natürlich schon sehr groß.
Ergebnisse des TV Hergershausen:
| Name | Strecke | Zeit | Plazierung |
| Claudia | 10 km | 43:46 | 7. Frau, 3. W45 |
| Stefan | 10 km | 40:10 | 43. Gesamt, 7. M45 |
| Timo | 10 km | 33:08 | 1. Gesamt |
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| Brüder-Grimm-Lauf 2009 | 08.06.09 |
Warum nur nehme ich diese Strapazen immer wieder auf mich? Die Frage habe ich mir mehrfach während der vergangenen drei Tage gestellt.
Die Antwort ist recht simpel, weils eben der Brüder-Grimm-Lauf ist, und das ist nun mal, Quälerei hin oder her, ein ganz besoderes Highlight, das man mit Worten nur unzureichend
beschreiben kann. Man muss das selber erlebt haben um zu verstehen, was dieses Event so einzigartig macht.
Für meine vierte Teilnahme dieses Jahr hatte ich mir viel vorgenommen, ich wollte gewinnen, um es mal auf den Punkt zu bringen.
Die Vorbereitung verlief sehr akribisch und gut, keine Verletzung trotz der hohen Umfänge.
Die Hausaufgaben waren also gemacht, die Form war da und auch das Wetter spielte diesmal mit, es war "mein" Wetter, regnerisch und nicht zu warm, genau wie ich es eben mag.
Kurzum, es war alles angerichtet für die knapp 80 km von Hanau bis Steinau.
Freitag abend gings dann endlich los, zum Start in Hanau auf dem Markplatz hatte man sich eingefunden. Sämtliche BGL-Veteranen gaben sich wieder mal die Ehre, so war
neben den Kuttichs und Uli Amborn auch der dreimalige Sieger Reimund Klitz wieder mit von der Partie. Auch aus unserem Verein war der Zuspruch toll, Petra, Gisela, Annette und Reinhold waren mit von der Partie. Und Peter kümmerte sich um die logistischen Dinge, eine Aufgabe, die er übrigens hervorragend meisterte.
Vorjahressieger Eric Le Mercier fehlte verletzungsbedingt, dafür war mit Jörn Harland ein richtig schneller Gelnhäuser am Start.
Ihn und Björn Kuttich hatte ich auch als meine Hauptkonkurrenten ausgemacht, aber man weis ja vorher nie wer der noch so mitmischen könnte, denn alle kennt man eben doch nicht...
Nach dem Start zur ersten Etappe ging es gleich ordentlich zur Sache, das Tempo war höher, als ich eigentlich laufen wollte. Wir waren vorne zu dritt, Björn, Jörn und ich. Keine Ahnung wie schnell wir wirklich waren, denn ich lief ohne Uhr und die Kilometerschilder stimmen eh nie.
Irgendwann zur Hälfte der Etappe fiel Björn leicht zurück, und auch ich war kurz davor, dem hohen Tempo Tribut zollen zu müssen. Ca. bei km 13 war es dann soweit, ich musste Jörn ziehen lassen. Im Ziel in Rodenbach trennten uns dann etwa eine halbe Minute, und ich hoffte nur, nicht zu viele Körner jetzt schon verloren zu haben.
Nach erholsamer Nacht im Reiterhof eines Nachbarortes hoffte ich auf der zweiten Etappe an Jörn dranbleiben zu können, doch es war das gleiche Bild wie am Vorabend. Erst ließ Björn abreißen, dann ich. Und wieder hatte ich eine halbe Minute verloren.
Wenigstens fühlte ich mich muskulär noch sehr gut, und das stimmte mich positiv. Es wurde ein kurzweiliger Aufenthalt in der Grundschule in Neuenhaßlau, in der man sich zwischen den beiden Tagesetappen die Zeit vertrieb. Eigentlich sollten wir Ruhe geben, aber wir waren viel zu sehr damit beschäftigt unsere nassen Klamotten trocken zu föhnen, so dass wir kaum zur Ruhe kamen.
Besonders tragisch war die Fußverletzung von Reinhold, die Schmerzen waren so stark, dass sie das Aus für ihn und unsere Männermannschaft bedeuteten. Bei den Damen lief es soweit gut, Petra hielt sich wacker weit vorne im Frauenfeld, und auch Gisela und Annette kämpften in der stark besetzten W50 um die Plätze. Überhaupt war der Lauf dieses Jahr richtig stark besetzt, wobei man dazusagen muss, dass die guten Zeit sicher auch teilweise wetterbedingt waren, denn es war längst nicht so heiß wie in den vergangenen Jahren.
Der Start zu dritten Etappe war gegenüber den Vorjahren verlegt, so dass diese Etappe insgesamt etwas kürzer war, aber der Rennverlauf blieb wieder der gleiche. Zu Beginn liefen wir gemeinsam, aber kaum waren wir im Wald, erhöhte Jörn das Tempo und zog davon, und obwohl ich mich am Berg gut fühlte konnte ich es nicht verhindern. Bergab Richtung Gelnhausen bekam ich dann Probleme, ein Stein hatte sich im Schuh verirrt und verursachte Schmerzen. An Anhalten war
jedoch nicht zu denken, Augen zu und durch, denn von hinten kam Björn angeflogen, der dann auch kurz vor Gelnhausen zu mir aufschloss. Im Ort konnte ich mich dann wieder leicht absetzen, im Ziel hatte ich jedoch weiter Boden auf auf Jörn verloren, diesmal über eine Minute.
Die Nudelparty mit Tombola, Artisten, einer Sängerin und der obligatorischen Märchenstunde von Vanman Jochen Heringhaus war wie immer klasse. Und auch die anschließende Nacht im "Schelm von Bergen", unserem Quertier, war sehr gut und erholsam.
Frisch gestärkt vom Frühstück machten wir uns am Sonntag morgen auf zum Start der vierten Etappe, meiner Lieblingsetappe, am Untermarkt in Gelnhausen. Knapp 17 Kilometer ist sie lang, aber berühmt oder berüchtigt ist sie vielmehr für ihr Höhenprofil. Der Anstieg zu den "Vier Fichten" ist schon happig, aber viel happiger ist im Grunde das darauf folgende Gefällstück, auf dem ich mir dieses Jahr eine furchtbare Blutblase und einen blauen Zehennagel lief.
Ins Ziel kam ich, wie sollte es auch anders sein, als Zweiter... Sorgen machte mir aber vor allem erstmal mein Fuß, denn die Blase sah nicht gut aus. Aber es ging zunächst weiter im Programm, Dusche, Massage und Transfer nach Bad Orb. Nach dem Mittagessen konnte ich mich endlich um den kaputten Fuß kümmern. Blasenbehandlung ist bekanntlich unappetitlich, daher verzichte ich hier auf eine detaillierte Schilderung. Aber auch mit einem dicken Compeed am Fuß war das Auftreten ziemlich schmerzhaft. Eine halbe Stunde vorm Start zur letzen Etappe zog ich die Laufschuhe an, und damit ging das Auftreten dann fast gar nicht mehr.
Ich befürchtete das Schlimmste und wusste zunächst nicht wie ich mit dem Fuß an den Start gehen sollte... Der Druck durch den Schuh auf die Blase war einfach zu hoch, also nahm ich eine Nagelschere und schnitt ein Loch in meinen guten Asics Bandito, weil ich mir anders nicht zu helfen wusste. Damit ging es dann halbwegs, die paar Meter warmlaufen waren aber trotzdem alles andere als angenehm. Es half alles nichts, ich musste da jetzt durch.
Das Bergaufstück am Anfang der letzen Etappe ging dann von den Schmerzen her, aber bergab tat der Fuß ordentlich weh, er pochte regelrecht. Der Regen, der im Verlaufe der Etappe einsetzte, macht das Ganze dann auch nicht besser, denn durch das Loch kam das Wasser ungehindert in den Schuh. Aber mit jedem Schritt kam das Ziel in Steinau näher, also biss ich die Zähne zusammen und setzte stoisch ein Bein vor das andere. Da die Muskeln immer noch einigermaßen in Ordnung waren, war das Tempo auch noch OK, ich lag wieder auf dem zweiten Platz.
Als ich schließlich den Ortsrand von Steinau erreichte, holte sich Jörn gerade in fantastischer Streckenrekordzeit den Triumph, von dem ich träumte. Aber da er ein feiner Kerl ist, im Laufe der drei Tage wechselte man schließlich das ein oder andere Wort, gönnte ich ihm auch den Sieg. Er war der Stärkere und hat den Sieg verdient.
Insgesamt hat er mir knapp neun Minuten aufgebrummt, trotzdem war ich mit meiner Leistung zufrieden, immerhin war ich knapp 19 Minuten schneller als im Vorjahr, und so genoß ich trotz Schmerzen den stimmungsvollen Zieleinlauf voll und ganz.
Auch unsere Damen waren schließlich froh als es vorbei war, alle erreichten wohlbehalten das Ziel in Steinau und durften sich über die begehrten Finishershirts, diesmal in rot und aus Funktionsmaterial, freuen. Darüberhinaus plazierten sie sich auch sehr gut in ihren Altersklassen und holten einen hervorragenden 4. Platz in der Mannschaftswertung.
Und da es das 25 jährige Jubiläum war, gab es für jeden Finisher auch noch einen Rucksack.
Besonders freute ich mich über den Besuch meiner Eltern, Abdel und Reinhold beim Zieleinlauf, und natürlich auch über die Uhr, die ich für meinen Altersklassensieg überreicht bekam.
Den Abend beschlossen wir bei einem tollen Abendessen im Schelm von Bergen in Gelnhausen, das wir uns auch redlich verdient hatten.
Der BGL 2009 ist nun auch Geschichte, und obwohl der Fuß nun erstmal seine Zeit und Ruhe braucht, bis er wieder "einsatzbereit" ist, bin ich mir schon jetzt sicher, dass ich auch kommendes Jahr, so es die Gesundheit und die Zeit erlauben, wieder am Start sein werde, wenn es heißt: Start frei zum 26. Brüder-Grimm-Lauf...
Ergebnisse des TV Hergershausen:
| Name | Strecke | Zeit | Plazierung |
| Gisela | 82 km | 6:41:31 | 3. W50 |
| Annette | 82 km | 7:02:20 | 6. W50 |
| Petra | 82 km | 6:02:51 | 4. W40 |
| Timo | 82 km | 4:38:41 | 2. Gesamt |
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| HVB-Citylauf - Gänsehaut-Atmosphäre in Aschaffenburg | 16.05.09 |
Er ist mittlerweile DER Stadtlaufklassiker in der Region, hat den Cup da Franco längst abgelöst in meinen Augen. Absolute Top-Stimmung, tolle Moderation, Preisgelder für die Altersklassen
anstatt nur für die Afrikaner. Und nicht zu vergessen die Tombola, bei denen es zahlreiche Preise bis hin zu Laufseminaren, Pulsuhren, einem Wasserbett und einem Mountainbike zu gewinnen gibt, Aschaffenburg hat einfach Alles zu bieten.
Da spielt es keine Rolle, wenn auch das Wetter nicht so mitspielt, wie beispielsweise im vergangenen und auch leider in diesem Jahr. Zwar war es nicht der Wolkenbruch wie letzes Jahr, aber er regnete trotzdem die ganze Veranstaltung hindurch.
Das tut der Sache allerdings keinen Abbruch, der Lauf war ausgebucht, und die Leute kamen auch. Und mit ihnen der TV Hergershausen nahezu in Bestbesetzung. Allen voran natürlich Claudia, die bisher an allen 14 Hypoläufen teilgenommen hat.
Was mich angeht, so war mein Ziel für heute einfach nur ein gutes Rennen abzuliefern. Ich konnte mich unmittelbar nach dem Start auch gleich hinter den Kenianern und ein paar Deutschen zusammen mit Björn Kuttich festsetzen. Die Strecke lief sich trotz der Nässe gut, und
es gelang mir, das Tempo die ersten vier der fünf Runden konstant hoch zu halten. Ab Runde drei sah ich vor mir einen der Kenianer, der wohl aus der Spitzengruppe herausgefallen war, und das war meine Motivation, denn der Abstand zu ihm verkürzte sich Meter für Meter.
In der letzen Runde erhöhte ich das Tempo nochmal, Björn, der mich die ganze Zeit begleitet hatte, war zu diesem Zeitpunkt ganz leicht zurückgefallen. Zur Hälfte der Runde etwa holte ich den vor mir liegenden Sascha Wingenfeld ein, und kurz vor der 180°-Wende schnappte ich mir den Kenianer.
Es kam die letze Kurve, bevor es Richtung Ziel am Schloss geht, und ich zog den Endspurt an. Zu früh leider, denn unmittelbar vor dem Ziel überholten mich sowohl der Kenianer als auch Sascha wieder...
Dennoch war ich mit dem Rennen absolut zufrieden, zumal mit 24:53 eine Zeit unter 25 Minuten nun für die 7,9 km zu Buche stehen.
Leider war Sascha in meiner AK, und so reichte es "nur" für Platz 2, mit Rückstand von sage und schreibe 1 Sekunde, doch über die 50 € hab ich mich natürlich trotzdem gefreut.
Platz 2 war übrigens an diesem Abend für den TVH reserviert, denn neben mir holten sich auch Gisela, Claudia und Petra jeweils den zweiten Podiumsplatz in ihren Altersklassen, ein absolutes Top-Resultat aus Vereinssicht!
Leider gingen wir leer aus bei der Tombola dieses Jahr, aber die sportlichen Leistungen des Abends wussten dies in hervorragender Weise zu entschädigen.
Hoffen wir, dass im nächsten Jahr endlich mal das Wetter mitspielt, denn dann ist die ohnehin schon tolle Atmosphäre dieser Pflicht-Veranstaltung nochmals ein bisschen besser.
Ergebnisse des TV Hergershausen:
| Name | Zeit | Plazierung |
| Claudia | 33:14 | 18. Frau, 2. W45 |
| Petra | 31:50 | 12. Frau, 2. W40 |
| Gisela | 35:03 | 29. Frau, 2. W55 |
| Olivia | 36:54 | 62. Frau, 12. W35 |
| Christina | 35:42 | 37. Frau, 9. W35 |
| Stefan | 31:23 | 148. Gesamt, 21. M45 |
| Thomas | 32:32 | 229. Gesamt, 34. M45 |
| Rainer | 32:45 | 246. Gesamt, 50. M40 |
| Timo | 24:53 | 14. Gesamt, 2. M30 |
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| Bahneröffnung im Bürgerpark Darmstadt: Alleine gegen die Uhr... | 28.04.09 |
Ich hatte mir viel vorgenommen, wollte meine dezeitige Form nutzen, um endlich mal ein gescheites Ergebnis über 10.000 m auf der Bahn zustande zu bringen.
Das Wetter abends um 20 Uhr zum Start im Bürgerpark war optimal, bewölkt, kühl und fast windstill, gute Voraussetzungen also für ein schnelles Rennen. Leider wurde mein Wunsch nach einer Gruppe, die meine angepeilten
78er Runden mitgeht, nicht erfüllt. Überhaupt war das Feld recht klein. Meine Gegner waren damit die Uhr und die Rundentafel...
Ich entschied mich für schnelle Wettkampfschuhe, die Spikes hatte ich zwar dabei, aber der Belag war trocken, und die Sohle des DS Racer hat schließlich auch guten Grip.
Vom Start weg setzte ich mich an die Spitze des Feldes, die erste Runde war mit 74 Sekunden zu schnell, die Durchgangszeiten pendelten sich dann aber recht schnell bei 76-78er Runden ein.
Der 5 km Durchgang nach 12 1/2 Runden lag bei 16:03 min, 16:15 hatte ich mir vorgenommen. Das Tempo war ok, die Rundenzeiten blieben ziemlich konstant vom Gefühl her, ich vermied es, dauernd auf die Uhr zu schauen, um mich voll auf das Rennen konzentrieren zu können.
Die letzen 5 Runden wurden dann allerdings hart, aber dank der lautstarken Unterstützung am Streckenrand durch Tobi Hegmann, seine Freundin Simone, Abdel und Michael konnte ich auch auf den letzten beiden Kilometern das Tempo hoch halten. Die Überrundungen
klappten auch alle problemlos, und so stoppte die Uhr schließlich bei 32:20 Minuten, neue Bestzeit (wobei man Straße und Bahn ja eigentlich nicht miteinander vergleichen darf...).
Natürlich bin ich jetzt überglücklich und möchte mich hier nochmals herzlich bei allen bedanken, die mich angefeuert haben!
Jetzt ist bis zum Hypolauf im Mai erst mal wieder Training angesagt, und dann steht auch schon bald der Brüder-Grimm-Lauf als erster richtiger Jahreshöhepunkt vor der Tür...
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| Endlich unter 33 Minuten... | 13.04.09 |
Nach dem Halben in Berlin letze Woche und den dortigen Durchgangszeiten, sollte heute meine 9 Jahre alte Bestzeit über 10 km endlich mal fallen. Letzes Jahr habe ich dieses Ziel zwei mal nur knapp verfehlt,
heute ging ich aufs Ganze. Eine "32 mitte bis hoch" war angepeilt, fürs Anfangstempo hatte ich mir ein 3:15er Schnitt zurechtgelegt.
Die Beine fühlten sich heute morgen beim Aufstehen auch ganz gut an, im Gegensatz zu den letzten Tagen, in denen ich Berlin doch noch ganz schön spürte.
Obligatorisches Warmlaufen, kurzen Smalltalk hier und dort, und dann gings auch schon los. Meine Hoffnung, dass sich eine Gruppe ergeben würde, die das Tempo mitgeht, oder wenigstens einer, wurde leider nicht erfüllt.
Ich war bereits kurz nach dem Start alleine hinter dem Vorausfahrer. Es lief trotzdem zunächst gut, der Blick auf die Uhr an der Wende bei km 5 zeigte 16:15, ich war also etwas schneller unterwegs als ich mir vorgenommen hatte, fühlte mich
aber noch ganz gut.
Bei km 7, als es aus dem Wald raus ging, und man Richtung Ort zurück läuft, war ich dann aber ruck zuck, innerhalb von ein paar Metern, der Akku leer. Die Beine wollten nicht mehr und das Asphaltstück zog sich elendig, wie Gummi.
Ich hatte zwar einen kleinen Vorsprung mitgebracht, aber ich wusste, dass ich nicht viel langsamer werden durfte, sollte die 2 am Ende vor dem Komma stehen.
Die letzen beiden km wurden richtig hart, ich befürchtete, es würde nicht mehr reichen, mir setzte auch die Sonne ganz schön zu.
Dann kurz vor der letzen Rechtskurve, Vanman Jochen Heringhaus war bereits deutlich zu hören, der Blick auf die Uhr. Es reicht nicht, dachte ich, rum um die Kurve und den langen Spurt angezogen. Es reichte dann doch haarscharf, die Zeit
stoppte bei 32:56 min. Puh, gerade nochmal gut gegangen.
Natürlich bin ich jetzt erstmal happy, an der alten Marke von 33:16 hab ich mir in der Vergangenheit oft genug die Zähne ausgebissen, aber unter dem Strich war es vielleicht eine Woche nach Berlin noch ein wenig zu früh für eine noch schnellere Zeit.
Unser Verein war auch heute wieder sehr stark vertreten, allen voran Petra. Sie absolviert im Moment ein heftiges Wettkampfprogramm, vor 2 Wochen war sie in Eschollbrücken über die 25 km am Start, dort lief es schon super.
Heute dann erneut 25 km, sie lief Bestzeit, 1:50:35, wurde damit zweite im Gesamteinlauf der Frauen, ein super Ergebnis. Und nächste Woche steht dann bei ihr schon wieder der Halbmarathon in Griesheim auf dem (Mammut)-Programm.
Für Rainer sollte es eine Standortbestimmung über 10 km werden, er lief heute 45:33, Christina belegte mit 48:08 den 2. Platz in der W35, und Thomas brauchte 43:20 für die 10 km. Insgesamt wieder ein tolles Abschneiden unseres Vereins.
Besonders habe ich mich auch über das Zuschauen von meinen Eltern, Reinhold und Abdel gefreut, das pusht natürlich auch und spricht für einen guten Vereinszusammenhalt.
Jetzt ist erstmal wieder fleißiges Training angesagt, denn das große Ziel, der Brüder-Grimm-Lauf will gut vorbereitet sein...
Offizielle Ergebnisse gibt es hier.
Ergebnisse des TV Hergershausen:
| Name | Strecke | Zeit | Plazierung |
| Petra Hartmann | 25 km | 1:50:35 | 51. Gesamt, 2. Frau |
| Christina Schmidt | 10 km | 48:08 | 162. Gesamt, 2. W35 |
| Thomas Hartmann | 10 km | 43:20 | 81. Gesamt, 20. M45 |
| Rainer Ruhmann | 10 km | 45:33 | 118. Gesamt, 29. M40 |
| Timo Grub | 10 km | 32:56 | 1. Gesamt |
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| Traumhafter Halbmarathon in Berlin | 06.04.09 |
Seit Mörfelden kein Wettkampf mehr... Die Absage der geplanten Starts beim Wiesbadener Berglauf und beim Schnellen Zehner in Niederrodenbach haben mich schon ein kleinwenig
verunsichert. Wiesbaden hat zeitlich nicht mehr hineingepasst, und in der Woche vor Niederrodenbach zerrte ich mir die linke Wade leicht beim ersten Bahntraining des Jahres. Zwar war am Samstag, also ein Tag vor dem schnellen Zehner
die Wade soweit wieder ok, aber es hat halt noch leicht gezwickt, und so beschloss ich, keinerlei Risiko im Hinblick auf Berlin einzugehen, und lies auch diesen Wettkampf ausfallen.
Vergangenen Freitag morgen brachen Reinhold, Stefan und ich dann mit dem Auto auf in Richtung Berlin. Lang und anstrengend war die Hinfahrt, Wochenende, und zudem noch Osterverkehr... keine guten Voraussetzungen.
Als wir schließlich in der Unterkunft in Berlin-Kaulsdorf ankamen, war nicht mehr viel vom Tag übrig. 30 Minuten laufen, um die steif gesessenen Beine zu lockern und ein Abendessen standen auf dem Programm, mehr nicht.
Der Samstag wurde dann ein Mammuttag, es begann mit einer scheinbar ewig dauernden Reise mit U- und S-Bahn zur Abholung der Startunterlagen.
Anschließend schlenderten wir noch ein wenig über die Messe, dort traf ich am Asics stand Carsten Eich, und hab mich natürlich gleich mit ihm fotografieren lassen...
Danach ging es weiter in Richtung Olympiastadion, wir wollten mal schauen, ob wir evtl. noch Karten für das Heimspiel der Herta gegen den BVB bekommen. Entgegen unserer Erwartungen war das Stadion restlos ausverkauft, aber wir hatten Glück und
bekamen vor dem Stadion noch drei Karten zu halbwegs guten Preisen. Die Stimmung der über 74.000 Fans war gigantisch, was man vom Spiel nicht gerade behaupten konnte... aber gelohnt hat sich der Besuch auf alle Fälle, denn alleine das renovierte Olympiastadion von 1936 ist schon
sehenswert, und die blaue Tartanbahn eine echte Augenweide.
Nach dem Spiel waren wir dann ziemlich müde, es war sehr warm und wir hatten noch den Rückweg zur Unterkunft vor uns, aber irgendwie kamen wir dann irgendwann wieder in Kaulsdorf an.
Wenn das mal nicht zuviel Programm am Vortag des Rennens war...
Dann war er da, der große Tag. Ein leicht verdauliches Frühstück, und schon saßen wir wieder in der S-Bahn Richtung Start am Alexanderlatz. Es hatte die Nacht zuvor geregnet, und damit war es angenehm kühl geworden. Pünktlich zum Start um 10:45 riss die Wolkendecke auf, und die Sonne kam zum Vorschein.
Das Schlimmste war jedoch erstmal das Gedrängel, bis wir im Startblock standen, aber irgendwie schafften wir das auch, und dann ging es endlich los, zunächst einmal 5 km lang geradeaus, unter dem Brandenburger Tor hindurch Richtung Siegessäule.
Wir hatten leichten Gegenwind, aber zum Glück hatte ich ich eine sehr gute Gruppe gefunden, in der ein konstantes, hohes Tempo gelaufen wurde.
Erster Blick auf die Uhr bei km 5: 16:37. Uff, das wird nicht gut gehen, zu schnell, dachte ich mir. Aber abreißen lassen wollte ich nicht, sonst wäre ich ne Zeit lang alleine im Wind gewesen, der war zwar nicht stark, aber er blies stetig und immer von vorne, so
kam es mir zumindest vor. Also hieß die Devise dranbleiben, der Durchgang bei km 10 lag dann bei 33:16, damit hatte ich meine persönliche Bestzeit über diese Distanz eingestellt. Das Tempo war immer noch in Ordnung, selbst bei km 15, als der Tempomacher der Gruppe ausstieg, und ich vorne im Wind lief, konnte ich es noch halten.
Bei km 18 wurden die Beine dann allerdings schwer und ich musste kämpfen. Irgendwie gelang es mir aber trotzdem, das Tempo noch zu halten, dabei wurde die Strecke jetzt auch etwas welliger, nicht viel, aber es waren nun immerhin drei Brücken zu laufen.
Km 20: Die Zeit würde gut werden, keine Frage, und ich biss was das Zeug hielt. Die letzte Kurve, eine Linkskurve, habe das Ziel vor Augen und sehe die Uhr: 1:09:35. Aber noch etwa 80-100 m zu laufen. Ich sprinte, und die Zeit stoppt für mich bei 1:09:53.
Ich war perplex, das hatte ich in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet, die Bestzeit von Mörfelden aus dem Februar nochmals um 3:04 Minuten unterboten. Die Euphorie war so groß, dass ich im Ziel nicht mal mehr die Verpflegung wahrnahm. Irgendwann war ich dann an der Kleiderbeutelabgabe und dann im Duschzelt. Was für ein Tag!
Und auch Reinhold zog in gleicher Manier nach, mit 1:26:12 pulverisierte auch er seine Bestzeit um über eine Minute. Stefan lief 1:31:47, da er sich krankheitsbedingt nicht so vorbereiten konnte, wie geplant, geht diese Zeit sicherlich in Ordnung, zufrieden war er aber nicht damit.
Abends war zur Belohnung für alle ein Abendessen in einer Trattoria direkt am Alexanderplatz angesagt, danach schleppten wir unsere müden Knochen noch zur Abschlussparty im "40 Seconds", einem Club in der obersten Etage eines Hochhausen, mit wunderbarem Ausblick über der Berliner Nachthimmel.
Der Montag war Abreisetag, wieder stand uns eine lange Autofahrt bevor, aber mit den Bestzeiten im Gepäck war das ein Kinderspiel.
Ergebnisse des TV Hergershausen:
| Name | Zeit | Plazierung |
| Marlies Spiegel | 2:00:58 | 1736. Gesamt (Frauen), 138. W50 |
| Stefan Keller | 1:31:47 | 1050. Gesamt, 159. M45 |
| Reinhold Keller | 1:26:12 | 480. Gesamt, 24. M50 |
| Timo Grub | 1:09:53 | 39. Gesamt, 6. M30 |
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| Sieg mit neuer Bestzeit beim Halbmarathon in Mörfelden | 15.02.09 |
Die Regenerationswoche, die ich nun hinter mich gebracht habe, scheint meiner Form richtig gut getan
zu haben. Heute stand der Halbmarathon in Mörfelden auf dem Programm, ein Wettkampf, den ich mit Spannung erwartete, denn seid Offenbach
vergangenen Oktober bin ich keinen "Halben" mehr gelaufen.
Zwar wusste ich, dass ich meine Form mit der Winterlaufserie in Goldbach ziemlich gut über den Winter retten konnte, trotzdem sollte es heute eine
Standortbestimmung, gerade auch im Hinblick auf die kommenden Trainingswochen werden.
Mit von der Partie waren Abdel, der nach seinen langwierigen Fersenproblemen langsam wieder in Form zu kommen scheint, außerdem noch Reinhold Keller, auch er
ist nach langer langer Verletzungsmisere wieder "gut im Saft", sprich im Training. Er wollte im Hinblick auf den Halbmarathon in Mainz heute auch mal die Wettkampfhärte testen. Für Mika Krause
sollte es dagegen heute in Richtung persönlicher Bestzeit gehen. Last but not least war auch Gerhard mit von der Partie, für ihn bedeutete der Wettkampf
heute eine erste ernstere Generalprobe für den Hamburg-Marathon.
Das Wetter war morgens um 9:30 Uhr zum Start viel besser als erwartet, die Strecke trotz der Schneefälle der vergangenen Tage komplett schneefrei und in nahezu perfektem Zustand.
Lediglich an zwei Stellen waren die Waldwege noch ein wenig vereist, aber solange man dort in der Mitte des Weges blieb, war das unkritisch.
Vom Start weg fühlte ich mich sehr locker, ich konnte mich ziemlich schnell in einer kleinen Führungsgruppe festsetzen, die leider dann recht schnell zerfiel. Bei km 4
hatte ich meinen letzen Konkurrenten abgeschüttelt und war fortan auf mich allein gestellt.
Die ersten 5 km spulte ich in 17:09 Minuten ab, drauflegen konnte ich 17:03 und 17:07. Ab km 15 wurde es dann zunehmend schwer das Tempo zu halten, zudem bekam ich auch
noch Durchfallprobleme, die ich mit Mühe jedoch bis ins Ziel zurückhalten konnte. Es gelang mir, das Tempo einigermaßen zu halten, den letzen 5er Abschnitt lief ich
in 17:35, die letzen 1,1 km dann nochmal in glatt 4 Minuten. Dass es zu einer neuen Bestzeit reichen würde, ahnte ich bei km 18 schon, als ich in der zweiten Runde dann ins Stadion einlief,
sah ich, dass es sogar noch zu unter 1:13 h reichen könnte. Ich gab nochmal Gas, und tatsächlich, die Uhr stoppte bei 1:12:57, eine Zeit, die ich nicht erwartet hatte. Überglücklich
begab ich mich direkt aufs Klo, und ab dann begannen Magen und Darm so richtig zu streiken... nähere Details möchte ich hier nicht erwähnen.
Sowohl bei Abdel und auch bei Reinhold lief es ebenfalls prima, Abdel holte sich mit einem konstanten Rennen Platz 4 in 1:17:01 und war damit auch sichtlich zufrieden.
Reinhold lief bis auf 10 Sekunden an seine Bestzeit heran (1:28:08), er wurde damit 2. in der M50. Auch Gerhard lief ein prima Rennen, mit konstanter Pace kam er schließlich nach 1:45:57 ins Ziel.
Bei Mika lief es nicht so gut, er blieb heute hinter seinen Erwartungen zurück.
Jetzt gilt es erstmal, so schnell wie möglich die Magen-Darm-Geschichte auszukurieren, und dann bis Mitte März weiter an den Grundlagen zu arbeiten, bevor es dann mit den härteren Einheiten losgeht.
Ergebnisse des TV Hergershausen:
| Name | Zeit | Plazierung |
| Abdel Graine | 1:17:01 | 4. Gesamt, 1. M40 |
| Reinhold Keller | 1:28:08 | 28. Gesamt, 2. M50 |
| Michael Krause | 1:32:48 | 51. Gesamt, 8. M35 |
| Gerhard Henrich | 1:45:57 | 158. Gesamt, 14. M50 |
| Timo Grub | 1:12:57 | 1. Gesamt |
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| Finale in Goldbach | 18.01.09 |
Zum letzen Mal, zwar nicht für dieses Jahr, aber zumindest für die kommenden neun Monate galt es heute in Goldbach hart zu laufen, denn es stand der
achte und damit letze Wertungslauf auf dem Programm, bevor es nächsten Sonntag zuerst zum "Schaulaufen" und dann zur Siegerehrung übergeht.
Und heute wurde uns Läufern nochmal alles abverlangt, denn die Bedingungen waren alles andere als gut. Einsetzendes Tauwetter bei +3° C vermochte zwar dem gefrorenen Boden noch nicht
allzuviel anzuhaben, aber der leichte Regen vom Vorabend hatte zur Folge, dass die Strecke stellenweise vereist und sehr glatt war.
Also wieder Spikes anziehen, und auch wenn es auf dem Asphalt ziemlich geklackert hat, so war ich doch froh, sie angezogen zu haben...
Die Beine waren zwar beim Warmlaufen noch ein wenig "dick" vom 10er
in Seligenstadt gestern, aber nach dem Startschuss lief es dann sehr sehr gut für mich. Die Devise lautete heute eigentlich nur, ohne Sturz ins Ziel zu kommen, dennoch konnte ich ganz gut Druck aufbauen.
David Karl, der für seinen fünften Lauf heute antreten musste, lief wie erwartet voraus, ich reihte mich dahinter ein. David lief wieder bärenstark, dennoch konnte ich bis ca. km 8 Sichtkontakt halten.
Im Ziel trennten uns dann zwar fast eine Minute, aber mit meiner Zeit von 35:25 und dem 2. Platz bin ich absolut zufrieden.
Vor allem aber bin ich jetzt auch froh, dass es rum ist. Meine erste Serienteilnahme in Goldbach endet für mich damit sehr erfolgreich, in der Gesamtwertung belege ich den dritten Platz, die Long-Distance-Wertung
konnte ich sogar für mich entscheiden.
Diesmal gab es im Ziel übrigens eine kulinarische Überraschung der besonderen Art: An jeden Finisher wurden warme Leberkäs-Semmel verteilt, die sich jeder Teilnehmer,
der bei der heutigen Rutschpartie das Ziel erreichte, auch redlich verdient hat.
Jetzt freue ich mich schon auf den kommenden Sonntag, da werde ich es zum ersten Mal locker angehen lassen und versuchen, die Strecke zu genießen, bevor es dann runter in die Halle zur opulenten Siegerehrung übergeht.
Hoffentlich spielt das Wetter noch einigermaßen mit nächste Woche, sollte es noch weiter tauen, dann wird es sicherlich eine Schlammschlacht werden...
Ergebnisse des TV Hergershausen:
| Name | Zeit | Plazierung |
| Stefan Keller | 46:07 | 44. Gesamt |
| Timo Grub | 35:25 | 2. Gesamt |
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| Seriengesamtsieg in Seligenstadt | 17.01.09 |
Auch heute konnte ich meine aufstrebende Form beim dritten Durchgang der Winterlaufserie in Seligenstadt unter Beweis stellen. Die Bedingungen waren wieder mal alles andere als leicht,
es war zwar nicht mehr so kalt wie in den vergangenen Tagen, aber der Untergrund war immer noch größtenteils schneebedeckt.
Ich beschloss, auch grade im Hinblick auf Goldbach morgen, ein kontrolliertes Rennen abzuliefern. Helmut, mein Hauptkonkurrent war nicht am Start, und so standen von vornherein
meine Chancen auf den Gesamtsieg sehr gut.
Kurz nach dem Start konnte ich mich vom Feld absetzen, meine Befürchtung, ohne Spikes würde es eine Rutschpartie werden, erfüllte sich zum Glück nicht. Ich kam
gut voran und lief die erste Runde in knapp 17:20 min. Auf der zweiten Runde versuchte ich das Tempo zu halten, wurde hier aber wohl teilweise etwas unaufmerksam, denn ich rutschte
zweimal aus und konnte nur mit Mühe das Gleichgewicht halten.
Es ging aber nochmal alles gut, und so kam ich nach 34:50 min nicht nur als Tages- sondern auch als Seriensieger ins Ziel.
Teil 1 des Wochenendes wäre damit erreicht, hoffentlich läuft es
in Goldbach morgen ähnlich gut...
Ergebnisse des TV Hergershausen:
| Name | Strecke | Zeit | Plazierung |
| Petra Hartmann | 5 km | 21:15 | 11. Gesamt, 1. Frau |
| Andrea Heinold | 10 km | 48:17 | 66. Gesamt, 2. W40 |
| Jürgen Heinold | 10 km | 40:23 | 14. Gesamt, 2. M45 |
| Gerd Scheibe | 10 km | 41:00 | 15. Gesamt, 2. M50 |
| Timo Grub | 10 km | 34:50 | 1. Gesamt |
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| 7. Lauf der Winterlaufserie 08/09 in Goldbach - Wieder Bestzeit | 11.01.09 |
Endlich machte der Wintercross seinem Namen alle Ehre, beim ersten Lauf im neuen Jahr war alles weiß verschneit. Die Sonne schien, es war trocken aber knackig kalt. Ein wunderschöner
Morgen, um z. B. im Wintergarten beim Frühstück zu sitzen...
Als wir an der Kapelle aus dem Auto stiegen, zeigte das Thermometer -12°C, dementsprechend vermummt begaben wir uns auf die Warmlaufrunde. Warm wurde es uns dabei nicht wirklich, aber immerhin konnte man
einen ersten Eindruck der Streckenverhältnisse gewinnen. Und die waren augenscheinlich gut, ich hatte für den Fall der Fälle mal die Spikes eingepackt und nahm sie auch mit zum Start.
Als ich Tobi dann auch schon mit Spikes sah, zog ich sie mir auch schnell an.
Vom Start setze sich fast augenblicklich eine Spitzengruppe aus vier Läfern etwas vom Feld ab, neben mir liefen David und Tobi in dieser Gruppe mit. Das Tempo war hoch, aber noch erträglich. Ich hoffte nur, dass
es nicht schneller werden würde. Es blieb zum Glück ziemlich konstant, und so konnte ich ca. bis km 8 ganz vorne mithalten, bevor Tobi und ich dann den Kontakt zur Spitze etwas verloren.
Dass es schnell werden würde, daran hatte ich nicht gezweifelt während des Rennens, dass es aber zu einer Zeit von 35:08 reichen würde, hätte ich auch nicht geglaubt.
Im Ziel war ich schließlich Vierter, unmittelbar hinter Tobi.
Natürlich bin ich überglücklich mit dem Resultat, und im Nachhineien war es sicherlich auch die richtige Entscheidung, mit Spikes zu laufen.
Stefan kränkelte die Woche etwas herum, daher war er heute nur angetreten, "um die Serie vollzumachen".
Nun verbleibt noch ein Wertungslauf, bevor am 25.01. dann die große Siegerehrung steigt, hoffen wir mal, dass kommende Woche nochmal ähnlich gute Bedingungen wie heute herrschen...
Ergebnisse des TV Hergershausen:
| Name | Zeit | Plazierung |
| Stefan Keller | 45:43 | 46. Gesamt |
| Timo Grub | 35:08 | 4. Gesamt |
|
| Silvesterlauf Rodenbach - Traumhafter Jahresausklang | 31.12.08 |
Wie im vergangenen Jahr reisten auch diesmal wieder zahlreiche TVH'ler nach Oberrodenbach, um dort das Jahr läuferisch ausklingen zu lassen.
Eins hatte sich dabei gegenüber 2007 geändert: die Bedingungen im Rodenbacher Wald waren diesmal optimal.
Durch die teils heftige Kälte der vergangenen Tage war der Boden steinhart gefroren, dazu war er auch noch schön plan, so dass man es so richtig rollen lassen konnte. Vergessen
war die Schlammschlacht des vergangenen Jahres.
2 Strecken (1 Runde bzw. 2 Runden a ca. 5,1 km) werden, mal abgesehen von den Schülerläufen angeboten, und der TVH in Besetzung: Claudia Fiebig-Keller, Andrea Heinold, Jürgen Heinold, Stefan Keller,
Reinhold Keller, Gerd Scheibe, Abdel Graine und meine Wenigkeit verteilten sich dann auch auf beide Distanzen. Claudia und Reinhold liefen eine Runde, der Rest war gewillt, sich zweimal den Moby Dick, einen ca. 700 m langen Anstieg,
der einigen vom Brüder Grimm Lauf in Erinnerung geblieben sein dürfte, hinaufzuquälen.
Vom Start mitten im Wald geht es erstmal ca. 300 m direkt bergauf, so dass man dann trotz der Kälte recht schnell auf Betriebstemperatur
kommt. Nach einem verhaltenen Start kam ich recht zügig ins Rennen, ich fühlte mich sehr gut und konnte mich auf der ersten Runde ca. bei halbem Anstieg zum Moby Dick an die Spitze des Feldes
setzen. Mit einem relativ konstanten Tempo baute ich die Führung bis ins Ziel auf knappe 40 Sekunden aus, ich gewann schließlich in 35:03 min.
Andrea wurde 13. Frau, Abdel 6., Gerd 23., Jürgen belegte Rang 36 und Stefan wurde 45. Zuvor finishten Claudia bei den 5,1 km als 4. Frau (1. W40), Reinhold und belegte den 20. Rang.
Fürstlich wurde man dann bei der Siegerehrung belohnt, nachdem es zuvor fast zu einem Eklat gekommen war (Der Kaffee war alle!!!). Es gab neben Klamotten und Espressotassen sowie dem obligatorischen Pokal für den Gesamtsieg
ein wenig Bargeld. Abdel packte dann noch die Sektflasche aus, und so wurde es dann doch recht kurzweilig, obwohl wir die letzen waren, die die Halle verließen.
Damit ist nicht nur dieser Lauf Geschichte, auch das Laufjahr 2008 ist damit nun endgültig vorbei, hoffen wir für uns alle auf ein gesundes, erfolgreiches, vor allem aber verletzungsfreies Jahr 2009!
Ergebnisse des TV Hergershausen:
| Name | Strecke | Zeit | Plazierung |
| Claudia Fiebig-Keller | 5,2 km | 24:13 | 4. Frau, 1. W40 |
| Reinhold Keller | 5,2 km | 22:33 | 20. Gesamt, 2. M50 |
| Andrea Heinold | 10,2 km | 50:47 | 13. Frau |
| Abdel Graine | 10,2 km | 36:57 | 6. Gesamt |
| Gerd Scheibe | 10,2 km | 40:23 | 23. Gesamt, 1. M50 |
| Jürgen Heinold | 10,2 km | 41:23 | 36. Gesamt |
| Stefan Keller | 10,2 km | 42:51 | 45. Gesamt |
| Timo Grub | 10,2 km | 35:03 | 1. Gesamt |
|
| 2. Lauf der Winterlaufserie Seligenstadt - Optimaler Einstieg | 20.12.08 |
Nach einiger Überlegungszeit im Laufe der vergangenen Woche habe ich beschlossen, mich nachträglich noch für die Winterlaufserie
in Seligenstadt zu melden. Da man bei dem Wertungsmodus lediglich zwei von drei Wertungsläufen braucht und in Goldbach nun vier Wochen Pause sind,
habe ich im Januar lediglich ein Wochenende mit einer Doppelbelastung (Sa. Seligenstadt, So. Goldbach) und werde damit in beiden Serien gewertet.
Die Strecke war an diesem Samstag Nachmittag in schlechtem Zustand, der Boden war aufgeweicht und teilweise so rutschig, dass man in manche Kurven schon
fast zum Gehen verdammt war um nich hinzufallen.
Der Start verlief reibungslos, ich konnte mich frühzeitig an die Spitze des Feldes setzen. Bei km 1,5 etwa hatte ich bereits einen kleinen Vorsprung
auf die Verfolger herausarbeiten können, und irgendwie war ich zu diesem Zeitpunkt etwas in Gedanken verloren. Es passierte was passieren musste, ich verlief
mich auf der Strecke, die ich eigentlich in- und auswendig kennen sollte, anstatt rechts auf einen Schlenker abzubiegen, lief ich trotz einer dicken weißen Linie auf dem Boden
geradeaus. Zum Glück rief Sahin Karasu, der zu diesem Zeitpunkt ein Stück hinter mir lief, dass ich falsch gelaufen sei, und total erschrocken machte ich
auf der Stelle kehrt und lief zur Abzweigung zurück, um dann dem richtigen Streckenverlauf zu folgen. Mein Adrenalinspiegel war dann so dermaßen hoch, dass ich umgehend wieder
auf meine ehemaligen Verfolger, die natürlich ein gutes Stück enteilt waren, auf- und vorbeilief.
Ich ärgerte mich so über mich selbst, und wollte das Rennen nur noch irgendwie über die Bühne bringen, die Zeit war mir egal.
Nach 35:02 min war das Rumgerutsche dann auch endlich vorbei, was am Ende dann noch an Positivem blieb, war die Gewissheit, dass ich mit dem ersten Platz nun eine gute
Ausgangsposition im Hinblick auf die Gesamtwertung habe.
Vom Verein waren Claudia, Petra, Stefan, Reinhold, Gerd sowie Andrea und Jürgen mit dabei, ausser Andrea, Jürgen, Gerd und mir liefen alle die 5 km.
Vor allem für Claudia war es nach ihrer Verletzung ein wichtiger Test, ob schmerzfreies Laufen wieder möglich ist. Es war möglich, lediglich beim Auslaufen
hat es dann wieder ein bisschen gezwickt. Und auch Gerd ist nach seiner Verletzung wieder gut dabei, er blieb bei den schwierigen Bedingungen wie schon im November unter 40 Minuten
Schlussendlich waren dann alle zufrieden mit ihren Zeiten, und der Blick geht schon weiter Richtung Silvesterlauf Rodenbach, an dem auch wieder einige von uns teilnehmen werden, denn wie heisst es doch
so schön: Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf...
Ergebnisse des TV Hergershausen:
| Name | Strecke | Zeit | Plazierung |
| Petra Hartmann | 5 km | 21:27 | 49. Gesamt, 2. Frau |
| Claudia Fiebig-Keller | 5 km | 22:08 | 56. Gesamt, 3. Frau |
| Stefan Keller | 5 km | 20:15 | 34. Gesamt |
| Reinhold Keller | 5 km | 20:22 | 37. Gesamt |
| Andrea Heinold | 10 km | 48:33 | 95. Gesamt, 13. Frau |
| Jürgen Heinold | 10 km | 40:15 | 23. Gesamt |
| Gerd Scheibe | 10 km | 39:45 | 19. Gesamt |
| Timo Grub | 10 km | 35:02 | 1. Gesamt |
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| 6. Lauf der Winterlaufserie 08/09 in Goldbach - Mein erster Sieg beim Kultcross | 14.12.08 |
Endlich hat es mal geklappt! Nach drei dritten und zwei zweiten Plätzen konnte ich heute in Goldbach meinen ersten Sieg
einfahren. Gut, man muss dazusagen, dass sowohl David Karl als auch Tobi Hegmann diesmal ausgesetzt haben, sonst wäre die
Angelegenheit sicherlich anders ausgegangen. Trotzdem bin ich natürlich happy, meinen ersten Schlafsack
(in Goldbach gibt es für den Tagessieg traditionell Schlafsäcke) einheimsen zu können. Obendrauf gabs sogar noch
einen leckeren Marzipanstollen, der vermutlich eine nicht allzulange Lebenserwartung haben dürfte...
Aus sportlicher Sicht lief es diesmal rund bei mir. Abdel, Reinhold und Rainer aus dem Verein waren diesmal, neben Stefan und mir, mit von der Partie, Abdel war für eine
harte Trainingseinheit gekommen und Reinhold schnupperte erstmals seid knapp 7 Monaten Verletzungsmisere wieder Wettkampfluft.
Und Rainer schien gefallen an der Strecke gefunden zu haben, er war ja vor zwei Wochen bereits als Einzelstarter mit dabei.
Vom Start weg ging es dann auch gleich flott zur Sache, die Bedingungen waren nahezu ideal. Am ersten Buckel setzte sich dann auch
gleich Abdel vor mich und hielt damit das Tempo schon zu Beginn gleichmäßig hoch. Das Feld entzerrte sich in der Folge sehr schnell
und ehe ich mich versah, lag ich alleine in Front. Ich versuchte das Tempo hoch zu halten, was mir auch etwa bis km 5 ganz gut gelang,
dann aber bekam ich im selektiven Abschnitt Probleme. Bernhard Zang, der zu diesem Zeitpunkt ein kleines Stück hinter mir lief,
sagte mir später im Ziel dann, dass er meine Schwächephase bemerkt hatte und versuchte aufzulaufen.
Zum Glück fing ich mich dann aber wieder auf der Bergabpassage zwischen km 7 und 8, und konnte sogar wieder
ein wenig Kraft tanken für den Schlussanstieg. Schließlich erreichte ich nach 35:28 das Ziel, wieder mit einer neuen persönlichen
Bestzeit.
Im Ziel gab es dann auch gleich Geschenke satt, und ab der kommenden Veranstaltung darf ich sogar im gelben Trikot des Gesamtführenden
bei der Long Distance Wertung an den Start gehen.
Auch Stefan lief diesmal wieder Bestzeit, nachdem er vergangenen Sonntag noch mit den Strapazen
von Jügesheim am Start war. Abdel lief in etwa die gleiche Zeit wie bei seiner ersten Teilnahme vor fünf Wochen, er kam damit auf
den 5. Gesamtrang. Reinhold, der Tiefstapler in Person, wollte "mal so knapp unter 50 Minuten" bleiben, was ihm dann auch mit 45:18 "gerade" so gelang...
Damit ist Goldbach für dieses Jahr Geschichte, es gibt an Heiligabend noch mal die Gelegenheit, "Just 4 fun" an einem gemütlichen "Gänsebraten-verdien-20er-mit-vielen-Höhenmetern-Lauf"
teilzunehmen, mit der Serie geht es dann im neuen Jahr am 11.01. weiter. Zwei Wertungsläufe sind es noch, bevor am 25.01. dann die große Siegerehrung ansteht.
Bleibt zu hoffen, dass alle gut und gesund über die Feiertage kommen, so dass man im Januar dann wieder Feiertags-gestärkt der Strecke im Goldbacher
Wald den Kampf ansagen kann.
Ergebnisse des TV Hergershausen:
| Name | Zeit | Plazierung |
| Abdel Graine | 37:00 | 5. Gesamt |
| Stefan Keller | 43:12 | 49. Gesamt |
| Reinhold Keller | 45:18 | 94. Gesamt |
| Rainer Ruhmann | 48:06 | 162. Gesamt |
| Timo Grub | 35:28 | 1. Gesamt |
|
| 5. Lauf der Winterlaufserie 08/09 in Goldbach - Nikolausveranstaltung / Die Serie steht | 07.12.08 |
Mit der Motivation stand es bei mir heute ehrlich gesagt nicht grade zum Besten, wobei hier der nebelverhangene, nasskalte
Morgen des 2. Advents sicherlich einen Großteil dazu beitrug. Der Hauptgrund, der mich wie jedoch wie mittlerweile schon gewohnt
gegen 8:15 Uhr nach Goldbach aufbrechen ließ, war die Tatsache, dass ich mit dem heutigen Lauf bereits in der TOP-5-Serienwertung bin, und
das war schließlich das Minimalziel, das ich mir selber gesetzt hatte.
Da Tobi Hegmann heute nicht mitlief, darf ich mir nun zurecht auch Chancen in der Long-Distance-Wertung ausrechnen, nur bei dieser Wertung
gibt es kein Streichergebnis, ganz nach dem Motto: "Setzt du aus, bist du raus!". Im Grunde bleibt mir also gar nichts anderes übrig,
als jede Woche nach Goldbach zu pilgern, will ich meine Chance in dieser Wertung wahren.
Immerhin, die Strecke war in besserem Zustand als erwartet, klar war es nass und etwas schlammig, aber bis auf die üblichen Stellen, die man mittlerweile
auswendig kennt, hatte man ausreichend Grip, zumindest mehr, als das ekelhafte Wetter der vergangenen Tage vermuten ließ.
Als es dann endlich losging, kam ich zunächst ganz und gar nicht ins Rennen. Der Start war wie immer verhalten, ich überholte dann zwar
auf dem ersten km auch wieder einige, aber ich konnte nicht annähernd den Druck der vergangenen Woche aufbauen. Und so beschloss ich erstmal
an Bernhard Zang, der von Woche zu Woche immer stärker wird, dranzubleiben und zu hoffen, dass ich vielleicht doch noch irgendwann ins Rennen finde.
Bis km 5 lief ich im Sog von Bernhard, der mit einer ordentlichen Pace dafür sorgte, dass wir schnell unterwegs waren, obwohl ich zu dem Zeitpunkt fester Überzeugung
war, dass es langsamer werden würde als vergangene Woche. Ab km 5 übernahm ich die Führungsarbeit und Bernhard heftete sich an meine
Fersen. Wir lagen zu dem Zeitpunkt an Position 2 und 3, vorne lief David Karl in einer anderen Welt, es sollte heuer sogar für ihn zum Streckenrekord
reichen. In der zweiten Hälfte war ich dann endlich im Rennen angekommen, die Pace konnte ich hochhalten, und so war ich dann nach 35:42 als Zweiter im Ziel.
Bernhard überquerte kurze Zeit später die Ziellinie.
Doch der Star des Tages war zweifellos David Karl, der mit 33:47 den bisherigen Streckenrekord von Andi Heilmann unterbot, eine Leistung, die angesichts der nicht optimalen
Bedingungen gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.
Stefan hatte für heute seine Erwartungen schon im Vorfeld zurückgeschraubt, er war gestern bereits in Jügesheim über 10 km am Start, dennoch war er diesmal nur knapp
45 sec. langsamer als vergangene Woche. Vor allem am Berg machte sich die gestrige Anstrengung in den Beinen gut bemerkbar. Helmut kränkelte die Woche
über herum, und auch heute ging er nicht 100%ig fit an den Start, seine 38:57 reichten ihm zum 9. Platz.
Als besondere Überraschung wartete im Ziel auf jeden Finisher ein leckerer Schokonikolaus, der natürlich keine Chance hatte, die Heimreise
zu überleben. Mit dem heutigen 5. Durchgang wird es nun auch erstmals eine "vorläufige" TOP-5-Wertung geben, die ich sogar anführen darf.
Allerdings ist die wie gesagt vorläufig, und sobald David und Tobi ihre 5 Läufe zusammen haben, werde ich dort auf den dritten Platz zurückfallen.
Ergebnisse des TV Hergershausen:
| Name | Zeit | Plazierung |
| Helmut Marenholz | 38:57 | 9. Gesamt |
| Stefan Keller | 44:05 | 63. Gesamt |
| Timo Grub | 35:42 | 2. Gesamt |
|
| 4. Lauf der Winterlaufserie 08/09 in Goldbach - Halbzeit | 30.11.08 |
Es geht stetig bergauf, und das ist diesmal nicht auf das Streckenprofil bezogen. Man hat sich mittlerweile "warmgelaufen"
in Goldbach, man weiss genau, was einen wo erwartet, und wie man sich die Kräfte am besten einzuteilen hat.
Die Strecke war in hervorragendem Zustand und ich merkte bereits beim Einlaufen dass ich mich sehr gut fühlte. Mein Start war wie immer
etwas verhalten, am ersten Anstieg rollte ich das Feld auf und setzte mich gleich, in Abwesenheit von David Karl, an Position 2 hinter
Tobi Hegmann. Ich kam sehr gut ins Rennen hinein, und vor allem an den Bergpassagen konnte ich diesmal den Druck machen, den ich am Berg gewohnt bin
zu machen. Tobi behielt ich heute fast das ganze Rennen über im Blick, Im Ziel hatte ich knapp 40 Sekunden Rückstand, kann aber mit meiner Zeit
von 35:41 und Gesamtrang 2 absolut zufrieden sein.
Bei Stefan lief es ebenfalls gut, er lief mit 43:19 auf Rang 51, Helmut Marenholz benötigte heute 38:48 und belegte damit den 6. Rang. Als "Einzeltäter"
aus dem Verein war diesmal Rainer dabei, sein Kommentar nach gelaufenen 48:15 fiel kurz und bündig aus: "ganz schön schwer".
Die Zeit scheint wie im Flug zu vergehen, nun haben wir schon die Hälfte aller Wertungsläufe hinter uns, zwei mal vor der Weihnachtspause
müssen wir allerdings noch ran.
Ergebnisse des TV Hergershausen:
| Name | Zeit | Plazierung |
| Helmut Marenholz | 38:48 | 6. Gesamt |
| Stefan Keller | 43:19 | 51. Gesamt |
| Rainer Ruhmann | 48:15 | 172. Gesamt |
| Timo Grub | 35:41 | 2. Gesamt |
|

Foto: © Thomas Gutmann
| 3. Lauf der Winterlaufserie 08/09 in Goldbach - Drei mal Drei | 23.11.08 |
Wieder, wie in den beiden vergangenen Woche wurde ich heute nun zum dritten Mal in Folge Dritter in Goldbach.
Doch es zählt ja nicht die Position, sondern einzig und alleine die Zeit, und die war heute mit 35:51 zum ersten Mal unter
36 Minuten. Mit diesem Resultat bin ich zufrieden, zu verdanken habe ich es zu großem Teil aber auch Bernhard Zang
mit dem ich fast die komplette Strecke zusammen lief, dabei wechselten wir uns ständig mit der Führungsarbeit ab.
Lediglich gegen Ende konnte er nicht mehr ganz mithalten und kam schließlich 10 Sekunden hinter mir ins Ziel.
Wie es einer Winterlaufserie gebührt lag diesmal auch der erste Schnell, zwar war es äußerst wenig, aber immerhin
fast eine geschlossene Schneedecke. Trotzdem war die Strecke, mal abgesehen von dem etwas schlammigen Stück kurz vor km 2 sehr gut
zu belaufen, und auch der Wind, der vorm Start die gefühlten Temperaturen deutlich nach unten drückte ließ
zum Start nach. Vorne liefen diesmal wie schon bei der Premiere David Karl und Tobi Hegmann, David gewann erneut (34:22), diesmal war
der Abstand zu Tobi im Ziel mit 20 Sekunden allerdings deutlich geringer als vor zwei Wochen. Tobi konnte seine Bestzeit der
diesjährigen Serie nochmal unterbieten und bescherte sich somit selbst ein "nachträgliches" Geburtstagsgeschenk.
Auch bei Stefan lief es sehr gut, er konnte seine Zeit aus der Vorwoche mit 43:23 nochmals unterbieten. Helmut kam mit 38:35 diesmal auf Rang 8. Fazit: Der Winter
hat Einzug gehalten in Goldbach, noch ist die Strecke in gutem Zustand, hoffen wir, dass es auch während der nächsten
Wochen noch so bleibt!
Ergebnisse des TV Hergershausen:
| Name | Zeit | Plazierung |
| Helmut Marenholz | 38:35 | 8. Gesamt |
| Stefan Keller | 43:23 | 58. Gesamt |
| Timo Grub | 35:51 | 3. Gesamt |
|
| 2. Lauf der Winterlaufserie 08/09 in Goldbach - Solide Leistung | 16.11.08 |
Auch heute meinte es die Goldbacher Strecke (noch) gut mit uns Läufern, bei milden 10° und gutem Untergrund konnte man ordentlich laufen.
Diesmal ließ ich es ruhiger angehen. Nachdem ich letze Woche bereits bei km 3 am Limit lief, hielt ich mich anfangs zurück und lief ein
gleichmäßiges Tempo. So konnte ich mich Stück für Stück nach vorne hangeln, und der Wettkampf machte auch gleich
wesentlich mehr Spass. Etwa ab km 3 lief hatte ich mich bis an Position 3 vorgeschoben, Tobi Hegmann war dort bereits schon sehr weit enteilt, aber zum Zweitplazierten Johannes Moldan hatte ich die
ganze Zeit über Sichtkontakt. Er war als Einzelläufer gemeldet, was ich zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht wusste.
Im folgenden selektiven Teil der Strecke konnte ich immer mehr Boden zu Johannes gutmachen, beim ekelhaften Anstieg um km 8
versuchte ich dann die restliche Lücke zu schließen, was mir aber nicht ganz gelang. Auf dem letzten km bis ins Ziel enteilte er mir dann wieder
etwas, so dass es bei Position 3 in 36:10 blieb. Damit war ich fast so schnell wie letze Woche, habe aber die Strecke diesmal wesentlich besser verkraftet.
Zwar bin ich mit der Zeit immer noch nicht ganz zufrieden, aber daran kann man ja schließlich noch arbeiten...
Auch bei Stefan lief es um einiges besser als beim Auftakt, er lief über 1 min schneller als noch vergangenen Sonntag.
Als Einzelstarterin vom TVH war diesmal Petra Hartmann mit dabei, sie ist die Serie zwar noch nie gelaufen, aber war trotzdem schon desöfteren in Goldbach am Start und war heute ganz zufrieden mit ihrer Zeit.
Ergebnisse des TV Hergershausen:
| Name | Zeit | Plazierung |
| Petra Hartmann | 45:14 | 107. Gesamt |
| Helmut Marenholz | 37:28 | 7. Gesamt |
| Stefan Keller | 43:35 | 68. Gesamt |
| Timo Grub | 36:10 | 3. Gesamt |
|
| 1. Lauf der Winterlaufserie 08/09 in Goldbach - Kein optimaler Auftakt für mich | 09.11.08 |
Der Tag begann eigentlich sehr gut, habe mich morgens gut gefühlt, auch das Warmlaufen verlief
vielversprechend. Die Beine waren locker, das Wetter angenehm. Der leichte Nieselregen kurz vor dem Start war keinesfalls
unangenehm, die Strecke befand sich augenscheinlich in guten Zustand, und vor allem war sie freigefegt vom Laub, das in
diesen Tagen tonnenweise von den Bäumen kommt.
Unverhofft kommt bekanntlich oft, so war es heute mit dem Startschuss:
Ein kaum hörbares Händeklatschen vom Starter und plötzlich lief alles los, und das waren beim Auftakt fast 700 Athleten. Ich hängte mich an die Fersen
von Tobi Hegmann, von dessen guter Form ich wusste. In der Spitzengruppe lief außerdem noch David Karl, der momentan ebenfalls
in bestechender Form ist. Das Tempo war gleich von Beginn an äußerst hoch. Die Hoffnung, dass es sich nach dem
ersten Buckel bei km 1 etwas "einpendeln" würde, wurde nicht erfüllt, im Gegenteil: David drückte
sogar noch etwas mehr auf die Tube, und so musste ich ca. bei km 2 der hohen Pace Tribut zollen und abreißen lassen.
Fortan lief ich mein eigenes Rennen zwischen der Spitzengruppe und dem Verfolgerfeld. Zwar kam ich dann bei etwas langsamerem Tempo
besser ins Rennen, doch so richtig flüssig lief es bis ins Ziel nicht mehr. Ab km 6 lief Bernhard Zang auf mich auf, und leistete
wertvolle Tempoarbeit. Vor allem am Berg machte er einen starken Eindruck, ich war stellenweise froh, dran bleiben zu können.
Schließlich erreichte ich nach 36:05 min als Dritter hinter David und Tobi mit gemischten Gefühlen das Ziel,
einerseits war ich froh dass es vorbei war, andererseits hatte ich mir, was die Zeit angeht etwas mehr erhofft.
Nun gilt es erstmal gut zu regenerieren, auf dass es kommenden Sonntag hoffentlich ein bisschen besser läuft.
Ergebnisse aus dem Verein:
| Name | Zeit | Plazierung |
| Abdel Graine | 37:00 | 6. Gesamt |
| Helmut Marenholz | 38:48 | 9. Gesamt |
| Stefan Keller | 44:51 | 76. Gesamt |
| Timo Grub | 36:05 | 3. Gesamt |
|
| Auftakt der Winterlaufserie 08/09 in Goldbach am kommenden Sonntag | 06.11.08 |
| Kommenden Sonntag gehts los! Die Kult-Winterlaufserie in Goldbach fängt an, und ich bin dieses Mal dabei. Freue mich drauf, wird meine erste Serienteilnahme in Goldbach. Die Motivation stimmt, die Form (hoffentlich) auch, mal sehen was der Auftakt bringt... |
| Siegerehrung Pfungstädter Laufcup 2008 im Maschinenhaus der Brauerei | 30.10.08 |

Freibier, gutes Essen... und eifrige Diskussionen über eine Mannschaft des TV Hergershausen beim Brüder-Grimm-Lauf 2009 |
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