Geboren wurde ich am 5. September 1978 in Frankfurt/Höchst. Da mein Vater als selbstständiger Maschinenbauingenieur desöfteren seinen Arbeitsplatz wechselte, sind wir, das sind außer meinen Eltern und mir noch mein jüngerer Bruder, öfters umgezogen. Meine Kindheit verbrachte ich in Weiterstadt-Gräfenhausen und in Höchst im Odenwald, bevor es mich in den Münsterer Ortsteil Altheim nahe bei Dieburg verschlagen hat, wo ich bis heute wohne.
Zur Schule ging ich zuerst in Höchst, später dann aufs Gymnasium nach Darmstadt, wo ich 1998 mein Abitur machte.
Danach diente ich erst mal "Vater Staat" bei der Bundeswehr in Münsingen (Schwäbische Alb), bevor ich mit meinem Medizinstudium in Frankfurt begann, das ich jedoch nach einigen Semestern (leider einige zuviel) abbrach.
Ich studiere zur Zeit Geodäsie (Vermessungswesen) an der TU Darmstadt und werde in Kürze meinen Master of Science-Abschluss dort machen.
Meine läuferische "Karriere" nahm kurz vor dem Abitur seinen Anfang. Als durchschnittlicher Tennisspieler hatte ich nach mehr als 10 Jahren im Verein keine Lust mehr auf ein „geregeltes“ Training, vielmehr suchte ich eine Sportart bei der ich mein Training individuell gestalten kann, vor allem aber dann trainieren kann, wenn ich Lust und Zeit habe. Was bietet sich da auf ländlicher Gegend an wenn man den Wald quasi direkt vor der Haustür hat? So begann ich mit meinen ersten Erkundungstouren zu Fuß. Anfangs 1-2 mal wöchentlich, unregelmäßig, bis zum Altheimer Volkslauf, dort nahm ich dann an meinem 1. Wettkampf teil, dem Jedermannlauf über damals noch 4,6 km. Im Ziel ging es mir zwar hundeelend, weil ich mich schon auf den ersten Kilometern gnadenlos verausgabt hatte, aber ich hatte Blut geleckt…
Ich baute in der Folge mein Trainingspensum aus, und die Lauferei entwickelte sich immer mehr zur Leidenschaft. Weitere Wettkämpfe folgten, meist waren es 10 km oder Halbmarathonläufe. Noch 1998 entschloss ich mich dann für meinen ersten Marathon, den Köln Marathon zu melden und finishte diesen auch knapp unter 4 h, ein Erlebnis, das ich sicher niemals vergessen werde.
Mittlerweile trainiere ich systematisch, 7-10 mal / Woche bei einem Umfang von ca. 100 km. In der Marathonvorbereitung sind es auch schon mal mehr. Die ganz hohen Umfänge verkrafte ich auf Dauer leider nicht. Eine "Steilhüfte" und ein Beckenschiefstand sind nicht gerade gute Voraussetzungen für ambitionierten Laufsport, und trotz Einlagenversorgung muss ich bei hohen Umfängen immer ganz genau auf meinen Körper hören.
Training für Ultra-Läufe kommt daher für mich nicht in Frage, auch wenn ich zugeben muss, dass der Traum, einmal in Biel an den Start zu gehen, durchaus vorhanden ist.
Fragt man mich nach meinen Lieblingsläufen, dann steht an vorderster Stelle ganz klar der Brüder-Grimm-Lauf, dicht gefolgt vom Jungfrau-Marathon. Ansonsten begeistern mich vor allem die gemütlich-familiären, anspruchsvollen Läufe im Odenwald, und natürlich Altheim, mein erster Wettkampf überhaupt, findet jedes Jahr seinen Platz in der Saisonplanung und genießt eine Ausnahmestellung.
Meine größten läuferischen Erlebnisse bisher waren zweifellos der New York Marathon 1999 und der Berliner Halbmarathon 2009.
|